Investment in Stellenanzeigen
Investment in Stellenanzeigen

Der index
Stellenmarkt-Ticker
vom 31.08. bis 13.09.2020

Kategorien: Stellenmarkt | 16. September 2020

Zurück zu allen Artikeln

Wie viele Stellen ausgeschrieben werden – und wie viel tatsächlich investiert wird

Über 91.000 Unternehmen veröffentlichen in den vergangenen beiden Wochen Stellenanzeigen. Aber sind diese Unternehmen auch bereit, sich Unterstützung bei der Stellenbesetzung zu suchen?

Wir wollen Licht ins Dunkeln bringen und legen unseren Fokus in diesem Stellenmarkt-Ticker deshalb auf die Ausgaben für Stellenanzeigen. Am Beispiel der Hierarchiestufen erfahren Sie, wie viele Stellen einerseits ausgeschrieben werden, und wie viel in die Anzeigenschaltung andererseits investiert wird. Die Zahlen helfen zu entscheiden, welche Unternehmen man ansprechen sollte und so seinen Vertrieb zu optimieren.

Zudem können Sie auf unserer interaktiven Karte prüfen, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen von wie vielen Unternehmen in Ihrer Stadt bzw. Ihrem Landkreis geschaltet werden.

Die Gesamtentwicklung:

Vom 31.08. bis 13.09. schrieben 91.089 Firmen insgesamt 412.414 Stellen aus. Das Bruttoinvestment in Stellenanzeigen betrug über 99,2 Millionen Euro. Im Vergleich zum letzten Update hat sich die Anzahl der ausschreibenden Unternehmen leicht erhöht.

Das Stellenangebot
pro Hierarchiestufe

Von den über 400.000 ausgeschriebenen Stellen in den letzten beiden Wochen richteten sich der Großteil an zwei Hierarchiestufen: etwa 118.000 Jobs und damit rund 30 Prozent an Gewerbliche Fachkräfte; etwa 117.000 und einem Anteil von 29 Prozent an Fachkräfte mit Berufsausbildung, die eine abgeschlossene Ausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung vorweisen müssen. Ein akademischer Abschluss wurde in knapp 55.900 Stellenangeboten gefordert. Auszubildenden standen über 37.700 Angebote und damit ein Anteil von 9,4 Prozent am Gesamtstellenmarkt zur Verfügung; für Studierende und Schüler*innen waren etwa 11.600 Positionen vorhanden. Relativ gering war der Stellenanteil in Leitungspositionen, zum Beispiel in der Bereichsleitung (rund 2.500 Stellen) und in der Geschäftsführung (rund 1.700 Stellen).

In diese Hierarchiestufen
wird am meisten investiert

Was aber nicht vergessen werden sollte: Wenn ein Unternehmen eine Stellenanzeige veröffentlicht, bedeutet das nicht gleich, dass es auch in die Personalsuche investiert. Auf Firmenwebsites, in einigen Jobbörsen wie bei der Bundesagentur für Arbeit können Stellenanzeigen kostenlos aufgegeben werden.

Somit steht eine andere Gruppe vorne, wenn man ein Ranking nach dem investierten Anzeigenbudget aufstellt: Für Fachkräfte mit Berufsausbildung wurde zwischen dem 31.08. und 13.09. mit über 26,9 Millionen Euro am meisten in Stellenanzeigen investiert. Für diese Hierarchiestufe gibt es ein großes Angebot auf dem Stellenmarkt sowie hohe Ausgaben für Stellenanzeigen.

Dahinter folgen Fachkräfte mit akademischer Ausbildung mit einem Investment von mehr als 20,6 Millionen. Gewerbliche Fachkräfte, für die es aktuell am meisten Jobangebote auf dem Markt gibt, schneiden beim Investment nicht ganz so gut ab – sie belegen im Umsatz-Ranking „nur“ den dritten Platz, mit Ausgaben von rund 14,9 Millionen Euro in zwei Wochen. Überdurchschnittlich viel, in Relation zum Jobangebot, wurde dagegen für die Suche nach Projektleiter*innen (rund 8,4 Mio. Euro) und Abteilungsleiter*innen (rund 6,9 Mio. Euro) ausgegeben.

Ausbildungsstellen wurden ebenfalls mit rund 8,1 Mio. Euro inseriert. Das Anzeigeninvestment liegt hier auch deshalb so hoch, weil kleine und mittelständische Unternehmen derzeit Ausbildungsprämien beantragen können. Durch das Förderprogramm möchte die Bundesregierung die Unternehmen unterstützen, die von der Corona-Krise betroffen sind sowie Ausbildungsmöglichkeiten aufrechterhalten.

Gesamtausgaben für Stellenanzeigen pro Hierarchiestufe

Wie Personaldienstleister
die Ergebnisse für sich nutzen

Oliver Saul, Geschäftsführer im Vertrieb bei index Anzeigendaten, erläutert:

„Interessant für die Akquise sind natürlich die Unternehmen, die auch wirklich Geld in die Hand nehmen. Meine Empfehlung an alle Unternehmen, die Neukunden gewinnen wollen, ist: Keine Zeit verschwenden, sondern gezielt die Firmen ansprechen, die auch bereit sind, zu investieren. So spart man sich einige Anrufe und schont dabei auch seine Nerven.“

In unserem Akquise-Tool index Anzeigendaten finden Sie die Unternehmen, die Unterstützung bei der Stellenbesetzung benötigen. Mit wenigen Klicks ziehen Sie sich eine Liste mit Leads, die bereits in der Vergangenheit in die Personalsuche investiert haben und aktuell auf der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen sind. Wir zeigen Ihnen gerne, wie es geht: Melden Sie sich einfach hier für Ihre persönliche Online-Demo, die kostenfrei und völlig unverbindlich ist.

Durchschnittliche Ausgaben
pro Stellenangebot

Ebenfalls spannend ist die Betrachtung der durchschnittlichen Ausgaben je Stellenangebot. Mit der Veröffentlichung einer kostenpflichtigen Stellenanzeige in einer Zeitung oder in einem Jobportal kann die Reichweite des Jobangebots erhöht werden – und dementsprechend kann eine vakante Stelle schneller besetzt werden. Dabei hängen die durchschnittlichen Ausgaben pro Stellenanzeige stark von der gesuchten Position ab.

Führungskräfte müssen nicht nur fachliche Kompetenzen und langjährige Erfahrungen mitbringen, sie müssen auch strategische Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen können sowie Führungsqualitäten aufweisen. Diese Schlüsselqualifikationen treffen auf wenige Fachkräfte zu, sodass Führungspositionen schwerer zu besetzen sind und sich somit die Rekrutierung als schwieriger gestaltet. Aus diesem Grund nehmen Unternehmen hier das meiste Geld in die Hand: Durchschnittlich investierten Unternehmen zur Besetzung einer Führungsposition 832 Euro in Stellenanzeigen. In den vergangenen zwei Wochen wurden rund 950 Euro für Bereichsleiter*innen, 870 Euro für Vorstände und knapp 780 Euro für Abteilungsleiter*innen für Stellenanzeigen ausgegeben. Auch wenn Positionen für Führungskräfte auf dem Stellenmarkt nicht allzu häufig inseriert werden, investieren die Unternehmen hier besonders viel in die Mitarbeitersuche. Die 5 Unternehmen, die in den vergangenen beiden Wochen am meisten Stellen in Führungspositionen ausschrieben, finden Sie unten.

Fachkräfte mit akademischer Bildung folgen auf dem vierten Platz mit einem Mittelwert von 740 Euro je Position. Für eine Fachkraft mit Berufsausbildung investierten Unternehmen rund 540 Euro und für eine gewerbliche Fachkraft 380 Euro.

Auszubildende wurden in den vergangenen Wochen noch einmal verstärkt gesucht, denn noch immer haben viele Betriebe für das Ausbildungsjahr 2020 offene Stellen für Nachwuchsfachkräfte. Investiert wurden knapp 460 Euro je Ausbildungsplatz, auch finanziert durch die bereits angesprochenen Ausbildungsprämien.
Bei Praktikanten, Studierenden und Schüler*innen reicht es meist bereits aus, ein Stellenangebot auf der Karrierewebsite oder in einem spezifischen Jobportal für Studierende zu veröffentlichen. Durchschnittlich wurden rund 130 Euro ausgegeben.

Durchschnittliche Ausgaben pro Stellenanzeigen

Hinweis: Es wurden nur die Jobangebote betrachtet, die in kostenpflichtigen Print- und Onlinemedien geschaltet wurden.

Die Top 5 Unternehmen, 
die Führungskräfte suchen

Die Deutsche Bahn AG schrieb zwischen dem 31.08. und 13.09. mit rund 900 Stellen am meisten Positionen für Führungskräfte aus. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz, aber mit einem dennoch großen Angebot, liegt PwC mit knapp 400 Jobs. Amazon veröffentlichte rund 140 Jobangebote in Leitungspositionen und suchte vor allem Bereichsleiter*innen und Teamleads für die Logistik-Abteilung – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die gesamte eCommerce-Branche von den Corona-Beschränkungen profitiert hat.

Trotzdem: Der Handel vor Ort ist auch wieder angelaufen und es wird verstärkt nach Personal gesucht, wie auch Action Deutschland demonstriert. Die Discounter-Kette mit europaweit über 1.500 Filialen hat allein in Deutschland 112 Stellen in leitenden Positionen zu vergeben, insbesondere als (stellvertretende) Filialleitung. Das 2019 neugegründete Beratungsunternehmen Artemis Franchise mit Sitz in Köln inserierte 108 Führungspositionen. Das B2B-Unternehmen berät rund um das Thema Franchise und unterstützt seine Kunden beim Franchiseaufbau.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn AG – 903 Jobs
2. PwC PricewaterhouseCoopers AG – 395 Jobs
3. Amazon EU SARL –  141 Jobs
4. Action Deutschland GmbH – 112 Jobs
5. Artemis Franchise GmbH – 108 Jobs

Wo wird aktuell
in die Mitarbeiter-
suche investiert?

Stellenmarkt vom 31.08. bis 13.09.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Interesse an weiteren
Daten zum Stellenmarkt?

Sie möchten noch genauer wissen, wie sich der Stellenmarkt aktuell entwickelt und was sich zum Beispiel in bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen und Branchen tut?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Evgeniya KozachenkoEvgeniya Kozachenko
Senior Analyst / Teamleitung Marktforschung

e.kozachenko@index.de

+49 30 390 88 – 403

Interesse an weiteren
Daten zum Stellenmarkt?

Sie möchten noch genauer wissen, wie sich der Stellenmarkt aktuell entwickelt und was sich zum Beispiel in bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen und Branchen tut?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Evgeniya KozachenkoEvgeniya Kozachenko
Senior Analyst / Teamleitung Marktforschung

e.kozachenko@index.de

+49 30 390 88 – 403

Zurück zu allen Artikeln

die Neuesten Artikel
Das könnte Sie
auch interessieren

BILDQUELLEN Headerbild und Beitragsbild: Unsplash.com, Macau photo agency