Stellenanzeigen

Stellenanzeigen – nur zielgruppenrelevante Kanäle und präzise ausgearbeitete Inhalte verschaffen die besten Bewerber

Stellenanzeigen müssen heutzutage vollkommen andere Voraussetzungen erfüllen als noch vor zehn oder gar 20 Jahren. Die Zeiten, in denen Unternehmen sich ihre Mitarbeiter größtenteils aussuchen konnten, sind längst passé! Inzwischen bewegen sich Fachkräfte sehr viel selbstbewusster am Stellenmarkt, legen eine genaue Planung ihres beruflichen Werdegangs zugrunde, haben ihre persönlichen Arbeitsprämissen definiert und wissen um ihren Wert. Darüber hinaus gibt es in vielen Bereichen einen signifikanten Mangel an qualifiziertem Personal. Da beide Entwicklungen voraussichtlich auch zukünftig fortschreiten und sich ebenso auf bisher nicht betroffene Branchen ausbreiten, müssen Arbeitgeber entsprechend reagieren.

Um stets die besten Mitarbeiter zu erhalten bzw. erst einmal die optimalen Bewerber zu rekrutieren, ist nicht nur die Offerte branchenspezifischer oder mitunter bereits -typischer Benefits, wie flexibler Arbeitszeiten, der Option Homeoffice oder einer betrieblichen Altersvorsorge, höchst relevant, sondern an der Basis zunächst die Stellenausschreibung an sich. Hier gilt es indes potenzielle Arbeitnehmer nicht zu überreden – jene müssen vielmehr in Gänze von dem Jobangebot überzeugt werden. Ferner sind für eine maximal effiziente Ansprache immer die optimalen Kanäle zu wählen.

Grundlegendes zu den heute wichtigsten Ausspielungswegen von Stellenanzeigen, worauf Sie beim Erstellen sowohl inhaltlich als auch in puncto Design besonders achten sollten sowie Relevantes zu Vorlagen und englischen Stellenanzeigen, lesen Sie in diesem Bereich. Bilden Sie Ihre Stellenausschreibung Definition anhand dieser Informationen neu, damit Sie jederzeit nur die wirklich Besten für Ihre To-dos rekrutieren!

Stellenanzeigen schalten – diese Wege sind heute besonders relevant

Jobangebote werden nach wie vor häufig in physischen Medien, wie Tageszeitungen oder Fachzeitschriften, ausgespielt. Das findet jedoch zumeist nur noch als ergänzende Maßnahme Anwendung. Wenn Unternehmen heute Stellenanzeigen aufgeben, geschieht dies primär über das Web. Der einfache Grund dafür: Das Internet ist mittlerweile eines der zentralen Werkzeuge für Menschen, die auf der Suche nach Lösungen für ihre Herausforderungen und Probleme sind. Dazu gehört selbstverständlich ebenso die Findung eines neuen Jobs. Längst zählt die Bekanntgabe von neuen Stellen über das Netz nicht mehr nur zur Erwartungshaltung derjenigen, die in digitalen Berufen tätig sind. Auch alle anderen Bewerber bemühen zunehmend einschlägige Online-Angebote und nicht zuletzt immer häufiger Google, um passende Angebote auszumachen. Das alte Credo des Online Marketings – „Wer im Web nicht gefunden wird, existiert nicht“ – gilt also tatsächlich ebenfalls hinsichtlich der Veröffentlichung von Stellenanzeigen!

Das erste Mittel jedes Betriebs zur Aufgabe einer Stellenanzeige ist die eigene Website. Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) reicht es häufig aus, einzelne optimal ausgerichtete Jobangebote zu veröffentlichen. Größere Firmen, die vielleicht noch verschiedene Tochterunternehmen unter sich vereinen, dementsprechend zahlreiche offenen Stellen und vielleicht eine starke Angestellten-Fluktuation haben, müssen für eine ökonomische Bearbeitung hingegen oft ein spezifisches Recruiting-Portal schalten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn laut einer 2017 durchgeführten Auswertung des Stellennetzwerks Stepstone werden rund 24 Prozent aller Jobinteressenten massiv von der Abgabe einer Bewerbung abgeschreckt, wenn ein solches Portal das Ausfüllen eines Online Formulars verlangt. Satte 39 Prozent sehen sogar vollkommen von einer Bewerbung ab, wenn ihnen das Prozedere generell zu aufwendig erscheint.

Neben der optimalen Usability für den potenziellen Mitarbeiter – sowohl bei speziellen unternehmensinternen Job-Portalen als auch einfachen Bewerbungen per Mail – gilt es vor allem die Kanäle korrekt abzuschätzen. Denn einfach alle Jobbörsen mit Stellenanzeigen zu bestücken, ist alles andere als vorteilhaft. Zum einen verursacht dies unnötig erhöhten zeitlichen sowie finanziellen Aufwand, da sicherlich nicht alle Angebote von der jeweiligen Zielgruppe genutzt werden. Zum anderen bekommen Unternehmen bei der Verwendung nicht optimaler Kanäle wahrscheinlich verstärkt Bewerbungen von Interessenten, die für ihre Stellen gar nicht geeignet sind – womit erneut vermeidbarer Verwaltungsaufwand einhergeht.

Ein probates Mittel (für zumeist größere Unternehmen) dies alles zu vermeiden, ist die interne Stellenausschreibung. Entsprechende Stellenanzeigen können beispielsweise über das Intranet oder per Mail verteilt werden. Einer der größten Vorteile liegt hier in der Tatsache, dass das Unternehmen den etwaigen Bewerber bereits sehr gut kennt. Sowohl das Abschätzen der beruflichen Fähigkeiten als auch der menschlichen Voraussetzungen ist daher mit einem geringeren Risiko verbunden. Darüber hinaus müssen Personaler natürlich längst nicht so viel Zeit und Geld in eine interne Jobanzeige stecken wie in eine externe. Denn die Interessenten wissen ebenfalls weitestgehend, worauf sie sich hinsichtlich der Unternehmenspolitik, des Kollegiums, der Partner sowie der generellen Branchengegebenheiten einlassen und müssen daher in der Regel deutlich weniger intensiv von der jeweiligen Stelle überzeugt werden.

Stellenanzeigen gestalten – einzigartige, kontextrelevante Inhalte und Persönlichkeit überzeugen

Heutige Bewerber sind informiert, anspruchsvoll und kritisch. Standardfloskeln in Stellenanzeigen sowie auf Unternehmens-Websites sind für sie ein No-Go. Sie wünschen sich einen detaillierten Blick hinter die Kulissen, wollen vollumfänglich überzeugt werden und möchten das gesamte Bewerbungsverfahren möglichst schnell und unkompliziert hinter sich bringen. Nur indem Sie diese Gegebenheiten berücksichtigen, können Sie maximal effizient eine Stellenanzeige erstellen. Das Wichtigste dazu, lesen Sie nachfolgend!

01.

Stellenanzeige schreiben

Die Stellenanzeige ist im Regelfall der primäre Kontakt zum potenziellen neuen Arbeitgeber. Auch hier gilt: Der erste Eindruck zählt! Sollte eine Jobanzeige unzureichende Informationen und/oder einen sehr langen, vielleicht komplizierten Fließtext aufweisen, wird sie mitunter ignoriert bzw. einfach nicht zu Ende gelesen. Bewerber von heute wünschen sich neben zentralen und zielgenauen Informationen unter anderem eine angemessen lockere, branchenspezifische, ehrliche Ansprache. Floskeln sowie leere Worthülsen werden schnell identifiziert und werfen immer ein schlechtes Licht auf das ausschreibende Unternehmen.

Betriebe, die Stellenanzeigen schreiben, berücksichtigen diese Prämissen leider nach wie vor kaum. Stellenausschreibungen sind oft standardisiert und nur sehr begrenzt auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt. Es gibt in der Regel nur wenig Platz für Persönliches und zudem fehlt es nicht selten an Transparenz. So hat das Forschungsunternehmen Potentialpark herausgefunden, dass lediglich jeder zweite Arbeitgeber Informationen zu den Rollen und Funktionen der potenziellen Mitarbeiter im Betrieb bereitstellt. Nicht einmal jeder vierte beschreibt den Arbeitsalltag in der ausgeschriebenen Position. Infolgedessen wissen rund 60 Prozent der Interessenten nach dem Lesen von Stellenanzeigen nicht genau, ob ihr Profil den Voraussetzungen des Unternehmens entspricht. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, den perfekten Kandidaten zu finden natürlich drastisch!

02.

Vorlagen bergen Gefahren

Die im letzten Abschnitt aufgeführten Sachverhalte verdeutlichen, dass die Erstellung einer Stellenanzeige nach Muster überaus gefährlich sein kann. Zwar bieten entsprechende Vorlagen durchaus eine sinnvolle Hilfe, wenn es um grundsätzliche Strukturen geht – die heute so wichtige Individualität sowie die Alleinstellung unter den konkurrierenden Stellenausschreibern darf dabei jedoch nicht ins Hintertreffen geraten. Von der Übernahme und vielleicht nur schnellen Anpassung ganzer Textbausteine ist unbedingt abzuraten!

Es gilt die Stellenanzeige so auszurichten, dass die Position sowie möglichst die gesamte Brand einzigartig und maximal attraktiv für die jeweilige Zielgruppe erscheint. Eine solche Charakterisierung kann unter der ausschließlichen Verwendung eines Musters niemals erreicht werden. Um das noch einmal ins Gedächtnis zu rufen: Es wird immer wichtiger, Bewerber umfassend zu überzeugen, nur so beißen die besten Kräfte an!

03.

Auch das Design zählt

Zielgruppenoptimierte Inhalte, die Schaffung von Transparenz, Persönlichkeit sowie Individualität und die Nutzung der passenden Kanäle sind die zentralen Faktoren, die heute zum Aufsetzen maximal effektiver Stellenanzeigen berücksichtigt werden müssen. Mindestens einer davon, nämlich die Individualität, wird unter anderem stark davon beeinflusst, wie Stellenanzeigen designt sind.

Die Gestaltung ist natürlich ein sehr gutes Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dabei sollte jedoch stets kontextrelevant und nicht zu aufdringlich vorgegangen werden. Das prominente Einbinden des Unternehmenslogos ist Pflicht und auch Bilder, grafische Darstellungen und/oder gar Video- oder Audiobotschaften können in manchen Branchen sehr von Vorteil sein. Wenn derartige Elemente Verwendung finden, sollten jene jedoch ebenso genau auf die Stelle bzw. die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sein wie die übrigen Bestandteile der Jobbeschreibung. Stock-Fotos von fröhlichen Mitarbeitern überzeugen heute nur noch die wenigsten Bewerber!

04.

Internationale Stellenanzeigen

Jobs mit internationalen Fachkräften zu besetzten, ist gerade in der IT- sowie der Werbebranche mittlerweile gang und gäbe. Aber auch für den Außendienst in vielleicht neu fokussierten Märkten abseits von Deutschland nehmen mehr und mehr Produzenten von Waren bzw. Anbieter von Dienstleistungen Fachkräfte in Anspruch, die die geschäftlichen Gepflogenheiten in ihrem jeweiligen Heimatland besonders gut kennen. Um hier die bestmöglichen Bewerber zu erhalten, muss in der Regel eine englische Stellenanzeige aufgegeben werden.

Dabei gilt es im Grunde dieselben Voraussetzungen zu beachten wie bei einem deutschsprachigen Pendant. Besonders wichtig ist darüber hinaus, das landesspezifische Wording zu wählen und eine fehlerfreie Schreibweise zu gewährleisten. Außerdem ist darauf zu achten, dass in anderen Staaten mitunter andere Standardvorgaben hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen gelten als in Deutschland. Explizit zu benennen, was vom Bewerber benötigt wird, ist also überaus sinnvoll. Klar sollte auch sein, wie das Bewerbungsverfahren weiterhin abläuft – zum Beispiel, ob der Interessent am Sitz des Unternehmens vorstellig werden muss, und wie das Arbeitsverhältnis danach gestaltet wird.