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Arbeitsmarkt 2018-12-14T16:14:26+00:00

Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt Definition

Auf dem Arbeitsmarkt treffen Angebot und Nachfrage zusammen. Die Arbeitgeber stellen Arbeitsplätze zur Verfügung, während Arbeitnehmer auf der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz sind. Diese beiden Parteien werden durch die Jobvermittlung zusammengeführt. Diese Vermittlung kann durch die Bundesagentur für Arbeit oder eine private Stellenvermittlung erfolgen. Bei der Bundesagentur für Arbeit melden sich alle Arbeitnehmer, die aus dem einen oder anderen Grund arbeitslos sind und die Absicht verfolgen, möglichst zeitnah wieder in ein Arbeitsverhältnis einzutreten. Private Arbeitsvermittlungsagenturen betreuen nicht nur Arbeitnehmer auf Jobsuche, sondern auch diejenigen, die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen, sich beruflich jedoch verändern möchten. Häufig wenden sich Arbeitnehmer auf Jobsuche auch an Zeitarbeitsunternehmen, die Arbeitskräfte auf Leihbasis an Unternehmen vermitteln. Auf diese Weise gelingt der Einstieg in den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt leichter als auf eigene Initiative, zum Beispiel durch Bewerbungen auf Anzeigen im Internet oder in den Printmedien.

Erster und Zweiter Arbeitsmarkt

Der reguläre Erste Arbeitsmarkt kommt ohne staatliche Maßnahmen, Förderungen und sonstige Lenkung aus. Angebot und Nachfrage finden in der freien Wirtschaft zueinander. Der Zweite Arbeitsmarkt wird durch staatliche Maßnahmen reguliert und subventioniert. Er kommt nicht ohne Fördermaßnahmen aus, die häufig auch sogenannte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und andere schwer vermittelbare Arbeitnehmer umfassen. In diese Kategorie fallen auch Arbeitsangebote für behinderte Arbeitnehmer.

Allgemeine Arbeitsmärkte

Zu diesem Bereich gehören alle Berufstätigkeiten, für die ein Angebot durch die Arbeitgeber und eine Nachfrage durch die Arbeitnehmer besteht. Diese Arbeitsleistungen umfassen sowohl abhängige als auch selbständige Beschäftigungen. Die Arbeitsmärkte und damit auch das Arbeitskräfteangebot werden in erster Linie durch die demografische Entwicklung bestimmt. Besteht langfristig eine geringe Geburtenrate, rücken nicht genug junge Erwerbstätige für die Arbeitskräfte, die in Rente gehen, nach. Dadurch kann es zu einem deutlich merkbaren Fachkräftemangel kommen. Daher werden Angebot und Nachfrage auch durch die Altersstruktur der Bevölkerung bestimmt. Ein weiterer Impulsgeber ist die Arbeitsneigung von Frauen und Männern. In dieser Hinsicht spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor allem für Frauen eine große Rolle. Weibliche Erwerbstätige arbeiten daher häufig in Teilzeit beziehungsweise scheiden ganz aus dem Erwerbsleben aus, um die Erziehung der Kinder zu übernehmen. Die Beschäftigungssituation wird ferner durch die Zu- und Abwanderungen von Arbeitskräften beeinflusst. Bei der Zuwanderung vieler unqualifizierter Fachkräfte können Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht kommen. Kritisch ist auch der sogenannte „Brain Drain“, die Abwanderung von Fachkräften ins Ausland, die dem heimischen Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weitere Faktoren der Arbeitsmarktentwicklung

Die wirtschaftliche und politische Lage bestimmt maßgeblich die Lohnentwicklung, denn je höher die Produktivität der Unternehmen ist, desto eher besteht eine Chance auf eine nachhaltig positive Lohnentwicklung. In diesem Fall werden die Arbeitnehmer an dem wirtschaftlichen Aufschwung beteiligt. Um ihre Interessen zu vertreten, sind Arbeitgeber in Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmer in Gewerkschaften vertreten. Beide Parteien werden als Tarifpartner bezeichnet, die Arbeitsbedingungen und Löhne festlegen. Nicht alle Branchen sind jedoch tarifgebunden. Diese Machtkonzentration sowie das staatliche Eingreifen durch rechtliche Rahmenbedingungen beeinflussen die Entwicklung des Arbeitsmarktes maßgeblich.

Kein gleichartiges Angebot

Die Arbeitsmärkte unterscheiden sich von dem freien Wirtschaftsmarkt, denn es gibt kein gleichartiges Angebot. Einen vollständigen Überblick über die Marktbedingungen gibt es weder für die Arbeitsanbieter noch für die Nachfrager von Arbeitsangeboten. Die Bedingungen der lokalen Arbeitsmärkte unterscheiden sich stark. Während die Metropolregionen sowie mittelgroße Städte aufgrund guter Infrastruktur- und Wirtschaftsbedingungen einen recht ausgeglichenen Arbeitsmarkt verzeichnen, werden die ländlichen Regionen häufig „abgehängt“. Das betrifft vor allem strukturschwache Regionen. Wie sich die Arbeitsmärkte in einer Region entwickeln, hängt auch davon ab, wie attraktiv einzelne Städte und Gemeinden für Familien und Arbeitnehmer sind. Daher zerfallen die Arbeitsmärkte regional und überregional in zahlreiche Teilarbeitsmärkte mit unterschiedlichen Voraussetzungen von Angebot und Nachfrage.

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