Aktuelles

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 23.11. bis 06.12.2020:

Anzeigenumsätze entwickeln sich zum Jahresende positiv

Mit schnellen Schritten nähern wir uns dem Jahresende. Der Stellenmarkt ist aber noch nicht im Ferienmodus, ganz im Gegenteil: Es wird immer noch reichlich in die Schaltung von Stellenanzeigen investiert. Genau dieses Investment schauen wir uns im letzten Stellenmarkt-Ticker für dieses Jahr im Detail an, denn: An den Anzeigenumsätzen lässt sich gut erkennen, wie das Recruiting voranschreitet – aber auch, wie es den Unternehmen wirtschaftlich geht.

Besonders für die Gewinnung von Fachkräften im Bauwesen und Handwerk wurde mehr investiert als im Vorjahr. Welche Berufsprofile am meisten nachgefragt werden und welches die Top 5 Unternehmen sind, die am meisten Stellen ausschreiben, lesen Sie unten.

Außerdem spannend für Ihre Akquise: Unsere interaktive Karte zeigt, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen in den einzelnen Stadt- und Landkreisen geschaltet wurden.

Anzeigenumsätze steigen seit Oktober

Die Corona-Pandemie und damit zusammenhängenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich dieses Jahr auf den Stellenmarkt in ganz Europa ausgewirkt. Nach dem recht ruhigen Sommer steigen die Fallzahlen seit Oktober wieder. Das Investment in Stellenanzeigen hat dies jedoch nicht beeinflusst: Seit der ersten Oktoberwoche (KW 40) entwickelt sich das Anzeigenbudget positiv. Mit rund 55,3 Millionen Euro erreichte der Anzeigenumsatz, innerhalb des analysierten Zeitraums, in der ersten Novemberwoche (KW 45) seinen Höchststand. Auch zwischen dem 30.11. und 06.12. wurden noch knapp 54,2 Millionen Euro investiert.

Der Personalbedarf ist da und die Unternehmen nehmen auch weiterhin Geld in die Hand, um offene Stellen möglichst schnell zu besetzen. Der „Lockdown light“ umfasst keine so starken Beschränkungen wie im Frühjahr, sodass die meisten Unternehmen ihr Geschäft und auch das Recruiting weiterführen können. Gleichzeitig könnten die gestiegenen Anzeigenumsätze auch damit zusammenhängen, dass Firmen ihr Recruiting-Budget für 2020 aufbrauchen möchten bzw. müssen.

15 % Plus im Handwerk: Diese Berufsprofile sind gefragt

In einer der von index Anzeigendaten analysierten Berufsgruppen stieg das investierte Budget in Stellenanzeigen besonders deutlich: Um Fachkräfte im Bauwesen, Handwerk und Umwelt zu rekrutieren, gaben Unternehmen zwischen dem 23.11. und 06.12. über 11,7 Millionen Euro für Stellenanzeigen aus und damit 9,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon bezogen sich 7,1 Millionen nur auf den Bereich Handwerk, das sind sogar 14,6 Prozent mehr als 2019.

Wer wird im Handwerk genau gesucht? Angeführt wird die Liste von Elektroniker*innen mit fast 7.000 ausgeschriebenen Positionen zwischen dem 23.11. und 06.12. Allein hier lag das Anzeigen-Investment bei erstaunlichen 1,45 Millionen Euro. Darauf folgen Maschinen- und Anlagenführer*innen mit knapp 3.000 Jobangeboten von rund 1.900 Firmen und Maler*innen/Lackierer*innen (etwa 2.700 Jobangebote von 1.600 Firmen). Industriemechaniker*innen wurden innerhalb der letzten beiden Wochen ebenfalls von rund 1.600 Unternehmen gesucht. Auch Mechatroniker*innen waren gefragt: Ihnen standen knapp 1.900 Jobangebote zur Verfügung, investiert wurden dafür rund 424.000 Euro.

Die Top 5 Unternehmen auf der Suche nach Handwerker*innen

WBei den Unternehmen, die Stellen im Bereich Handwerk ausschreiben, steht die Deutsche Bahn AG mit 432 Positionen ganz vorne. An zweiter Stelle steht der Immobilienkonzern Vonovia mit 208 Jobangeboten. Gesucht wurden zum Beispiel Tischler*innen, Fliesenleger*innen und Heizungsbauer*innen, um Wohnungen und Häuser zu renovieren. Fielmann war mit 131 ausgeschrieben Stellen vor allem auf der Suche nach Augenoptiker*innen und Hörakustiker*innen. A.T.U und Pneuhage Reifendienste inserierten insbesondere Stellen für Kfz-Mechaniker*innen.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn – 432 Jobs
2. Vonovia SE – 208 Jobs
3. Fielmann AG – 131 Jobs
4. A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG – 95 Jobs
5. Pneuhage Reifendienste GmbH – 91 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 23.11. bis 06.12.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 09.11. bis 22.11.2020:

Paketzusteller gesucht: 34 Prozent mehr Stellen als im Vorjahr

Die Black Week ist gestartet – und in diesem Jahr sind Schnäppchenjäger vor allem online unterwegs. Auch in den nächsten Wochen werden die Bestellungen von Weihnachtsgeschenken noch deutlich zunehmen. Ein deutlicher Anstieg an Paketen ist bereits vorprogrammiert.

Aus diesem Grund ist es wieder Zeit für ein Update über die Verkehr- und Logistikbranche: Wie hoch ist die Nachfrage nach Lagerfachkräften, Paketzulieferer*innen und Co. derzeit?

Dazu werfen wir in diesem Stellenmarkt-Ticker einen Blick auf die Unterbranchen und die Bundesländer: Wie viele Jobangebote werden in Print- und Online-Medien in der Branche inseriert und wie viel wird in diese Anzeigen investiert? Außerdem zeigen wir die Top 5 Unternehmen der vergangenen zwei Wochen in der Logistikbranche, die am meisten Stellen ausschrieben.

Besonders spannend für Ihre Akquise: Wie in jedem Update zeigt Ihnen unsere interaktive Karte, in welchen Stadt- und Landkreisen Unternehmen die meisten kostenpflichtigen Stellenanzeigen schalten.

Paket- und Lieferdienste jetzt gefragter denn je

In der Branche Verkehr und Lagerei wurden in den vergangenen beiden Wochen 13.643 Jobangebote von 3.002 Firmen veröffentlicht. Investiert wurden rund 5,6 Millionen Euro für Stelleninserate in diesem Bereich, deutlich mehr als noch vor zwei Wochen.

Im Bereich Lagerei wurden in den vergangenen zwei Wochen fast 8.000 Jobs von 1.680 Unternehmen inseriert, investiert wurden mehr als 3,6 Millionen Euro in die Stelleninserate. Gesucht werden neben Lagerfachkräften und –helfer*innen, Kommissionierer*innen, Staplerfahrer*innen und Verpacker*innen auch Fachkräfte, die im Hintergrund die Logistik- und Lagerprozesse planen und organisieren, wie beispielsweise IT’ler*innen, Sachbearbeiter*innen, Mitarbeiter*innen in der Buchhaltung und im Rechnungswesen sowie technische Fachkräfte.

Der Bereich Landverkehr nimmt mit mehr als 7.100 Jobs den zweiten Platz innerhalb der Gesamtbranche ein. Es wurden vor allem Stellen für Fahrer*innen im Nah- und Fernverkehr und für Gütertransporte ausgeschrieben.

Die Unterbranche Post-, Kurier- und Expressdienst ist der klare Gewinner der vergangenen zwei Wochen: Insgesamt wurden knapp 3.000 Jobs in diesem Bereich veröffentlicht. Das entspricht einer Steigerung des Angebots von 34,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch das Budget für Stellenanzeigen hat sich verdoppelt.

Jedes Jahr zu Weihnachten verstärken Postunternehmen ihre Teams, um dem vorweihnachtlichen Paketaufkommen zu trotzen. Doch in diesem Jahr wartet noch einmal besonders viel Arbeit auf die Zusteller*innen, da ein Großteil der Weihnachtsgeschenke online gekauft wird.

Die Luftfahrt-Branche steckt währenddessen aufgrund von Reisebeschränkungen weiter in der Krise (ein Drittel weniger Jobangebote als im Vorjahr), jedoch wurden in den zwei Wochen rund 420 Jobs inseriert. Das Bruttoinvestment betrug zwei Prozent an der gesamten Branche.

In der Schifffahrt wurden knapp 100 Jobs von 42 Unternehmen ausgeschrieben.

Jobs Verkehr & Lager
Jobs Verkehr & Lager

Große Nachfrage in Stadtstaaten

Fachkräfte und Helfer*innen in der Logistikbranche sind derzeit stark gefragt, doch wo werden die meisten Fachkräfte gesucht? Und wo wird am meisten investiert, um offene Stellen zu besetzen?

Die Grafik zeigt, wie viele kostenpflichtige Jobangebote je Bundesland in der Verkehr- und Lagereibranche veröffentlicht und wie viel durchschnittlich für die Besetzung eines Jobs ausgegeben wurde.

In den beiden größten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden mit mehr als 1.500 Jobs die meisten Angebote ausgeschrieben. Auch der Gesamtumsatz an Stellenanzeigen ist mit jeweils über 910.500 Euro am höchsten.

Betrachtet man jedoch das Verhältnis von Jobangebot und Umsatz, zeigt sich ein anderes Bild. In Hamburg (690 Euro) und Berlin (658 Euro) werden am meisten pro veröffentlichtes Jobangebot ausgegeben. Den dritten und vierten Platz belegen Hessen (616 Euro) und Bremen (616 Euro). Ebenfalls mehr als 600 Euro je Position wird in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachen bezahlt.

Karte Umsatz

Die Top 5 Unternehmen

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Top 5 Unternehmen aus der Branche Verkehr und Lagerei.

Als Betreiberin des größten Schienennetzes Deutschlands belegt die Deutsche Bahn AG mit knapp 3.100 Jobs in zwei Wochen den ersten Platz. Gesucht wurden neben Fachkräften aus Transport- und Logistikbereichen verstärkt technische Mitarbeiter*innen und IT-Fachkräfte.

Den zweiten und vierten Platz belegen die Postunternehmen Deutsche Post AG mit 567 Jobs und UPS Deutschland Inc. mit 454 Jobs. Nicht nur die Paketlieferung nimmt zu, auch Essensbestellungen werden verstärkt aufgegeben. Lieferando.de/Takeaway.com suchte vom 09.11. bis 22.11. 548 neue Mitarbeiter*innen.

Amazon EU SARL veröffentlichte 370 und belegt damit den fünften Platz.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn – 3.095 Jobs
2. Deutsche Post AG – 567 Jobs
3. Lieferando.de/Takeaway.com – 548 Jobs
4. UPS Deutschland Inc. – 454 Jobs
5. Amazon EU SARL – 370 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 09.11. bis 22.11.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

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Der index Stellenmarkt-Ticker vom 26.10. bis 08.11.2020:

IT-Fachkräfte stärker nachgefragt als vor einem Jahr

Trotz „Lockdown light“ lag die Nachfrage nach IT-Fachkräften und IT-Spezialist*innen in den vergangenen zwei Wochen um drei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum – das zeigt unsere neuste Auswertung. Aus diesem Grund werfen wir in diesem Stellenmarkt-Ticker einen genauen Blick auf die Entwicklung der Jobangebote in der Berufsgruppe IT und Telekommunikation. Außerdem zeigen wir, welche Jobprofile gerade am stärksten nachgefragt werden und welche Unternehmen die meisten Jobangebote veröffentlicht haben.

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IT-Fachkräfte stark nachgefragt

Wie hat sich die Nachfrage nach IT-Fachkräften in den letzten Monaten entwickelt?

Im März 2020 wurden rund 74.700 Jobangebote von 17.390 Unternehmen veröffentlicht. Als die Wirtschaft während des ersten Lockdowns im April stark heruntergefahren wurde, schrieben Unternehmen 15 Prozent weniger Stellen aus. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ein geringer Rückgang, denn in anderen Bereichen wie beispielsweise im Hotel- und Gastgewerbe oder in der Industrie halbierte sich das Jobangebot.

Seit Juli stabilisiert sich der Stellenmarkt wieder und bis auf den Urlaubsmonat August, in dem erfahrungsgemäß immer deutlich weniger Stellenangebote veröffentlicht werden, steigt das Jobangebot jeden Monat. Im Oktober 2020 wurden insgesamt 73.637 Jobangebote veröffentlicht. In diesem Monat waren bereits mehr Firmen auf der Suche nach Arbeitskräften als im März.

Diese IT-Profile sind aktuell gefragt

Am stärksten nachgefragt werden Softwareentwickler*innen: Vom 26.10. bis 08.11. wurden mehr als 5.800 Stellen ausgeschrieben. Am zweithäufigsten werden IT-Administrator*innen gesucht (4.000 Jobs), denen gerade beim mobilen Arbeiten eine große Rolle zukommt. Sie sind hauptverantwortlich dafür, dass die technischen Voraussetzungen bei Homeoffice gegeben sind.

Denn, was man nicht vergessen sollte: Während des Herbst und Winters arbeiten wieder mehr Leute im Homeoffice und somit wird IT-Support benötigt. So steht an dritter Stelle zum Beispiel auch das Berufsbild IT-Supporter*innen, mit rund ausgeschriebenen 3.300 Jobs. Sie sind meist die ersten Ansprechpartner bei Störungen, Support und anderen Kundenanfragen. Auch IT-Berater*innen werden jetzt stark von den Unternehmen nachgefragt. Sie beraten und unterstützen Unternehmen bei der Weiterentwicklung von IT-Systemen und je nach fachlichem Schwerpunkt werden für Kunden passende Lösungen geplant und entwickelt.

Entwickler*innen mit Spezialisierung auf Java standen 1.700 Stellen offen. Weitere stark nachgefragte Profile sind unter anderem App- oder Webentwickler*innen (jeweils über 1.500 Jobs) und IT-Architekt*innen (1.430 Jobs).

Fast die Hälfte aller IT-Jobangebote richtet sich an Fachkräfte mit einem akademischen Hintergrund und 20 Prozent an Fachkräfte mit Berufsausbildung. Mehr als 15 Prozent richten sich an Führungskräfte, hauptsächlich an Projektleiter*innen. Für Young Professionals wurden vier Prozent aller IT-Stellen veröffentlicht und für Azubis sechs Prozent.

Die Top 5 Unternehmen

Doch welche Unternehmen suchten zuletzt die meisten IT-Fachkräfte?

Die Deutsche Bahn AG ist der Spitzenreiter und veröffentlichte die meisten Jobs für IT-Fachkräfte: Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Wochen mehr als 470 Jobangebote veröffentlicht. SAP Deutschland SE & Co. KG folgt auf dem zweiten Platz mit 267 Jobs. Besonders Entwickler*innen fragte das wertvollste börsennotierte deutsche Unternehmen nach. Der IT-Dienstleister BWI GmbH war auf der Suche nach 180 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch die Deutsche Telekom AG ist unter den Top 5 Unternehmen der letzten zwei Wochen vertreten. 94 Jobs wurden inseriert.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn – 472 Jobs
2. SAP Deutschland SE & Co. KG – 267 Jobs
3. BWI GmbH – 180 Jobs
4. saaroluna Systemhaus – 132 Jobs
5. Deutsche Telekom AG – 94 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 26.10. bis 08.11.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 12.10. bis 25.10.2020:

Pflegenotstand: Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheitssektor lässt nicht nach

Der Fachkräftemangel im Gesundheitssektor war bereits vor der Corona-Pandemie ein präsentes Thema, doch rückt derzeit wieder stark in den Vordergrund. Denn: Die Infektionszahlen steigen wieder rasant an. Und obwohl noch genug Intensivbetten frei sind, fehlt es an allen Ecken und Enden an Personal. Je Intensivpatient müsste theoretisch eine Pflegefachkraft zur Verfügung stehen. Und auch in den Heimen sind die Mitarbeiter*innen zunehmend überlastet. Die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich ist groß, zeigt unsere Analyse.

Der Stellenmarkt-Ticker wirft diese Woche einen Blick auf die ausgeschriebenen Jobangebote im Gesundheitswesen, die mit dem Pflegenotstand zusammenhängen. Wie ist die Entwicklung der Stellenangebote seit Beginn der Pandemie? In welchen Bundesländern schreiben Personaldienstleister die meisten Jobs aus?

Unsere interaktive Karte zeigt Ihnen, in welchen Stadt- und Landkreisen Unternehmen Geld in die Hand nehmen, um kostenpflichtige Stellenanzeigen zu schalten.

Nachfrage nach Fachkräften steigt

Fachkräfte aus der Berufsgruppe Gesundheit, Medizin und Soziales werden händeringend gesucht. Die Zahlen zum Stellenmarkt zeigen, warum von einem Pflegenotstand gesprochen wird: Während es auf dem Gesamtstellenmarkt besonders im zweiten Quartal einen recht starken Stelleneinbruch gab, schrieben in diesem Bereich fast konstant viele Unternehmen Jobangebote aus. Besonders begehrt sind Pflegefachkräfte.

Einzig im April gab es einen kleinen Rückgang an Veröffentlichungen, der aber deutlich geringer als bei allen anderen Berufsgruppen ausfiel. In den Sommermonaten wurde dann wieder verstärkt nach Personal gesucht und im Juli wurden die meisten Jobangebote ausgeschrieben: 32.600 Unternehmen waren auf der Suche nach 141.751 neuen Mitarbeiter*innen.

Entwicklung der Jobangebote im Bereich Gesundheit, Medizin, Soziales

Wo Personaldienstleister die meisten Stellen schalten

Werfen wir nun einen Blick auf die Bundesländer. Wo wurden die meisten Fachkräfte im Bereich Gesundheit, Medizin und Soziales gesucht und – besonders spannend für Personalvermittler und Zeitarbeitsfirmen – in welchen Bundesländern ist der Anteil an ausgeschriebenen Stellen von Personaldienstleistern am größten?

Wie zu erwarten wurden in den größten Bundesländern die meisten Jobangebote ausgeschrieben. In Nordrhein-Westfalen wurden 12.300 Stellen inseriert, in Bayern knapp 11.000 Stellen und in Baden-Württemberg rund 8.500 Stellen. In der Bundeshauptstadt schrieben 2.200 Unternehmen 4.100 Jobangebote aus.

Personaldienstleister sind besonders in Bremen aktiv: 57 Prozent aller Jobangebote im Gesundheitsbereich wurden in den vergangenen zwei Wochen von Personaldienstleistern veröffentlicht. Auch in Berlin wurden über die Hälfte der Jobangebote von Personaldienstleistern ausgeschrieben. In Hamburg und Hessen liegt der Anteil im Bundesdurchschnitt, nämlich bei rund 38 Prozent. In Bayern (27 Prozent) und im Saarland (23 Prozent) sind Personaldienstleister eher zurückhaltend.

Wer neben Pflegepersonal noch gesucht wird

Doch im Kampf gegen Corona sind neben Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachkräften noch mehr helfende Hände im Hintergrund beschäftigt. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiter*innen im Rechnungswesen und in der Verwaltung, Laborant*innen, Haustechnikmitarbeiter*innen, Reinigungskräfte und noch viele weitere.

In den vergangenen zwei Wochen wurden von Unternehmen aus der Branche Gesundheits- und Sozialwesen rund 40.000 Stellen ausgeschrieben.

Das Gesundheitswesen kann in drei weitere Unterbranchen aufgeteilt werden. In Krankenhäusern wurden vom 12.10. bis 25.10.2020 mehr als 9.200 Fachkräfte und damit der größte Anteil gesucht. Arzt- und Zahnarztpraxen schrieben 4.200 Stellen aus. Des Weiteren wurden 5.200 Jobangebote im restlichen Gesundheitsbereich veröffentlicht, unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz oder Ärzte der Welt e.V.

Im sozialen Bereich wurden 24.000 Stellen ausgeschrieben, davon mehr als 8.000 von Heimen. Gesucht wurden Wohnbereichsleiter*innen, Pflegefachkräfte, Erzieher*innen, Köche und Köchinnen. Daneben gehören Sozialpädagog*innen zu den meistgesuchten Profilen.

Jobangebote in der Branche Gesundheits- und Sozialwesen

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 12.10. bis 25.10.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 28.09. bis 11.10.2020:

Nachfrageindex: In diesen Branchen und Bundesländern ist der Fachkräftebedarf besonders stark

Mehr als 400.000 Stellenangebote standen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den letzten beiden Wochen zur Verfügung. Aber wie hoch ist die Nachfrage nach diesen Jobs überhaupt? In diesem Stellenmarkt-Ticker betrachten wir, neben den Jobangeboten im September, auch die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – und setzen beides in Zusammenhang. Dafür haben wir sowohl auf Branchen- als auch auf Bundesländer-Ebene den Nachfrageindex berechnet.

Zudem zeigt unsere interaktive Karte, wie viel in den einzelnen Stadt- und Landkreisen in die Personalsuche investiert wird.

Der Nachfrageindex: Was er aussagt

Der Nachfrageindex gibt Auskunft darüber, wie viele Jobangebote auf wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte fallen. Zu diesen zählen alle Arbeitnehmer*innen, auch Auszubildende, Werkstudent*innen und Praktikant*innen. Er berechnet sich aus der Zahl der Jobangebote im Verhältnis zum aktuellen Bestand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Der Index bietet also eine schnelle Übersicht darüber, wie stark bzw. intensiv die Nachfrage nach bestimmten Jobangeboten ist. Ein hoher Wert bedeutet, dass im Verhältnis zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern viele Jobangebote in einem bestimmten Bereich zur Verfügung stehen, sodass hier ggf. schon von einem Mangel an Fachkräften ausgegangen werden kann. Dagegen weist ein niedriger Wert auf ein geringes Jobangebot im Vergleich zur Beschäftigtenanzahl hin.

IT-Branche auf Wachstumskurs

Nach Daten der Bundesagentur für Agentur, gehen in Deutschland mehr als 33,2 Millionen Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Im September wurden 584.561 Jobangebote ausgeschrieben. Dabei wurden nur die Jobs erfasst, die von Unternehmen und nicht von Personaldienstleistern veröffentlicht wurden. Der durchschnittliche Nachfrageindex beträgt somit 1,8. Anders ausgedrückt: Im September gab es in Deutschland pro 100 Beschäftigte rund 1,8 offene Stellen.

Rund 20 Prozent aller Beschäftigten sind in der Industriebranche tätig, 15 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen und knapp 14 Prozent in der Handelsbranche. Im öffentlichen Dienst ebenso wie im Baugewerbe arbeiten rund 6 Prozent, in der Internet- und Kommunikationsbranche 3,5 Prozent und im Gastgewerbe 3,1 Prozent.

SVB nach Branchen

In welcher Branche werden allerdings, im Vergleich zu den Beschäftigten, die meisten Jobangebote veröffentlicht?

Die Branche Information und Kommunikation führt mit einem Nachfrageindex von 3,9 das Ranking an: Auf rund 1,2 Millionen Beschäftigte kommen 45.747 Jobangebote. Der Wert zeigt, dass der Fachkräftemangel in der IT-Branche auch in der Corona-Pandemie allgegenwärtig ist. Die Firmen, die die meisten neuen Mitarbeiter*innen suchten, waren im September die Vodafone Academy, die Deutsche Telekom AG und SAP Deutschland.

Auch im Gastgewerbe ist der Nachfrageindex mit 3,2 überdurchschnittlich hoch. Allen voran schalteten im September die Victor’s Health Care Catering GmbH und McDonald’s Deutschland die meisten Stellenangebote. Die Branche ist für eine hohe Dynamik bekannt und die schwierige aktuelle Lage scheint wenig daran geändert zu haben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Nachfrage auch bei den derzeit steigenden Infektionszahlen und Beherbergungs- und Gastronomiebeschränkungen weiter bestehen bleibt.

Bei qualifizierten Unternehmensdienstleistungen liegt der Nachfrageindex mit 2,4 ebenfalls recht hoch. Auch in der Handelsbranche wurden mehr als 122.000 Jobangebote veröffentlicht; somit wurden hier pro 100 Beschäftigte rund 2,7 neue Stellen ausgeschrieben.

Im Mittelfeld befinden sich das Baugewerbe mit einem Nachfrageindex von 2,0, der öffentliche Dienst mit 1,8 und das Gesundheits- und Sozialwesen mit 1,7.

Abgeschlagen auf dem vorletzten Platz befindet sich die Industrie. Im Ranking der Beschäftigten belegen sie zwar den ersten Platz, aber es wurden nur 93.161 Jobs veröffentlicht. Damit folgen sie mit großem Abstand hinter der Handelsbranche. Der Nachfrageindex beträgt 1,4 und liegt damit unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in dieser Branche deutlich zu spüren. Trotzdem: Es sollte nicht vergessen werden, dass die Industrie das größte Jobangebot bietet. Hier benötigen viele Unternehmen Unterstützung bei der Stellenbesetzung.

In den Stadtstaaten ist die Nachfrage am größten

Die Bundesagentur für Arbeit meldet in Nordrhein-Westfalen die meisten Beschäftigten: Fast sieben Millionen Menschen gehen hier einer Erwerbstätigkeit nach. Dahinter folgen Bayern mit 17 Prozent und Baden-Württemberg mit 14 Prozent aller Beschäftigten.

Dennoch zeigt der Nachfrageindex: Besonders in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg werden, gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die meisten Jobangebote veröffentlicht. In Berlin waren mehr als 10.7000 Unternehmen auf der Suche nach 35.474 neuen Mitarbeiter*innen; der Nachfrageindex beträgt 2,3. In Hamburg waren es 22.000 Jobangebote, die im September veröffentlicht wurden, und 995.400 Berufstätige. Hier kommen also 2,2 offene Stellen auf 100 Beschäftigte.

Die drei dünner besiedelten Bundesländer Bayern, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegen mit 2,0 ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt.

In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden derzeit deutlich weniger Fachkräfte nachgefragt. Der Nachfrageindex beträgt 1,6 bzw. 1,5 Prozent.

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 28.09. bis 11.10.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 14.09. bis 27.09.2020:

Bundesländer und Städte im Detail: Wie sich der Stellenmarkt seit März entwickelt hat

Kaum zu glauben, dass wir schon das vierte und damit das letzte Quartal des Jahres 2020 erreicht haben. Das haben wir uns als Anlass genommen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und die Stellenmarkt-Entwicklung in den einzelnen Regionen zu betrachten.

Diese Woche also im Fokus: wie der Stellenmarkt aktuell in den Bundesländern aussieht – aber auch, wie sich das Jobangebot dort seit März entwickelt hat. Zudem blicken wir auf die 20 größten Städte Deutschlands: Wie viele Stellen werden hier derzeit ausgeschrieben und welche Rolle spielen Personaldienstleister dabei?

Und wie immer: Unsere interaktive Deutschlandkarte zeigt, in welchen Städten und Landkreisen von Unternehmen die meisten kostenpflichtigen Stellenanzeigen veröffentlicht werden.

Die Stellenmarkt-Entwicklung in den Bundesländern

Nach dem coronabedingten Tief im April hat sich der Stellenmarkt in Deutschland wieder erholt und ist nun wieder fast auf dem Niveau von März 2020. Aber wie sieht es eigentlich auf Bundesländer-Ebene aus?

Schaut man sich die Anzahl der veröffentlichten Jobangebote zwischen März und August an, fällt auf: In allen Bundesländern hat das Angebot im April erst einmal stark abgenommen. Aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage haben viele Unternehmen in dieser Zeit erst einmal ein Einstellungsstopp verhängt und keine Stellenausschreibungen veröffentlicht. Einige Betriebe wie Restaurants, Hotels und Geschäfte waren sogar ganz geschlossen.

Ab Mai ging es langsam wieder bergauf. Seitdem ist das Jobangebot in nahezu jedem Bundesland kontinuierlich gestiegen. Nur Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten im Juli einen kleinen Einbruch. Dies könnte vor allem damit zusammenhängen, dass Unternehmen aus den beiden norddeutschen Regionen bereits in den Monaten zuvor personelle Unterstützung für die Sommer- und Ferienzeit gesucht haben und im Juli nicht mehr einen so hohen Bedarf hatten.

Das Fazit: Insgesamt sind alle Bundesländer gut durch die herausfordernden letzten Monate gekommen. In einigen Bundesländern wurden im August sogar deutlich mehr Jobs ausgeschrieben als zu Beginn der Corona-Pandemie im März. Ganz vorne liegen hier Thüringen und Sachsen-Anhalt mit einem Plus von jeweils 13,3 Prozent. Auch in Brandenburg lag das Jobangebot im August um 7,1 Prozent höher als im März, in Rheinland-Pfalz sogar um 9,3 Prozent.

Wie sich der Stellenmarkt in Ihrem Bundesland entwickelt hat, können Sie auf der folgenden Grafik prüfen. Pro Quadrat sind jeweils vier Bundesländer dargestellt, angefangen mit dem größten Angebot oben links (NRW, Bayern, Baden-Württemberg) bis hin zu zum geringsten im Quadrat unten rechts.

Jobangebote zwischen März und August 2020 pro Bundesland

Das Jobangebot in NRW, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen
Das Jobangebot in Hessen, Berlin, Sachsen und Rheinland-Pfalz
Das Jobangebot in Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen-Anhalt
Das Jobangebot in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Saarland

Das Stellenangebot in den Top 20 Städten

Wie viele Jobangebote werden in den 20 einwohnerstärksten Städten ausgeschrieben?

In Berlin wurden in den vergangenen zwei Wochen rund 29.000 kostenpflichtige und kostenlose Jobangebote veröffentlicht. Obwohl Hamburg fast 400.000 Einwohner mehr als München hat, liegt die bayrische Landeshauptstadt mit mehr als 17.000 Stellen im Jobangebotsranking vor der Hansestadt. Frankfurt am Main folgt auf dem vierten Platz mit 10.000 Jobs. Auf dem 10. Platz liegt Nürnberg mit 5.384 Jobs und Wuppertal belegt den 20. Platz mit 1.480 Jobs.

In Bochum wurden 2.478 neue Mitarbeiter gesucht. 55 Prozent dieser Jobangebote wurden von Personaldienstleistern veröffentlicht. Dies entspricht dem höchsten Anteil aller Top 20 Städte. Auch in Dortmund und Duisburg sowie Leipzig und Dresden schrieben Personalvermittler mehr als die Hälfte aller Stellen in dieser Stadt aus. Ein Hinweis darauf, dass der Fachkräftemangel in diesen Regionen besonders groß ist und die Unternehmen deshalb auf Unterstützung bei der Personalsuche angewiesen sind.

In der Hauptstadt wurden 46 Prozent aller Jobangebote von Vermittlern inseriert, in Hannover waren es 41 Prozent – dies entspricht ebenfalls dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Hamburg folgt knapp dahinter mit 39 Prozent Personalvermittler-Stellen. Bezogen auf die Top 20 Städte wurden in Münster und Bonn die wenigsten Jobangebote von Personalvermittlern ausgeschrieben. Der Anteil beträgt hier nur rund 34 Prozent.

Auf der Karte können Sie sich einen Überblick verschaffen, wie viele Jobangebote in den Städten zwischen dem 14.09. und 27.09. veröffentlicht wurden. Die Einfärbung zeigt an, wie hoch der Anteil der Stellen ist, die von Personalvermittlern veröffentlicht wurden.

Jobangebote in den Top 20 Städten Deutschlands

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 14.09. bis 27.09.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 31.08. bis 13.09.2020:

Wie viele Stellen ausgeschrieben werden – und wie viel tatsächlich investiert wird

Über 91.000 Unternehmen veröffentlichen in den vergangenen beiden Wochen Stellenanzeigen. Aber sind diese Unternehmen auch bereit, sich Unterstützung bei der Stellenbesetzung zu suchen?

Wir wollen Licht ins Dunkeln bringen und legen unseren Fokus in diesem Stellenmarkt-Ticker deshalb auf die Ausgaben für Stellenanzeigen. Am Beispiel der Hierarchiestufen erfahren Sie, wie viele Stellen einerseits ausgeschrieben werden, und wie viel in die Anzeigenschaltung andererseits investiert wird. Die Zahlen helfen zu entscheiden, welche Unternehmen man ansprechen sollte und so seinen Vertrieb zu optimieren.

Zudem können Sie auf unserer interaktiven Karte prüfen, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen von wie vielen Unternehmen in Ihrer Stadt bzw. Ihrem Landkreis geschaltet werden.

Das Stellenangebot pro Hierarchiestufe

Von den über 400.000 ausgeschriebenen Stellen in den letzten beiden Wochen richteten sich der Großteil an zwei Hierarchiestufen: etwa 118.000 Jobs und damit rund 30 Prozent an Gewerbliche Fachkräfte; etwa 117.000 und einem Anteil von 29 Prozent an Fachkräfte mit Berufsausbildung, die eine abgeschlossene Ausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung vorweisen müssen. Ein akademischer Abschluss wurde in knapp 55.900 Stellenangeboten gefordert. Auszubildenden standen über 37.700 Angebote und damit ein Anteil von 9,4 Prozent am Gesamtstellenmarkt zur Verfügung; für Studierende und Schüler*innen waren etwa 11.600 Positionen vorhanden. Relativ gering war der Stellenanteil in Leitungspositionen, zum Beispiel in der Bereichsleitung (rund 2.500 Stellen) und in der Geschäftsführung (rund 1.700 Stellen).

In diese Hierarchiestufen wird am meisten investiert

Was aber nicht vergessen werden sollte: Wenn ein Unternehmen eine Stellenanzeige veröffentlicht, bedeutet das nicht gleich, dass es auch in die Personalsuche investiert. Auf Firmenwebsites, in einigen Jobbörsen wie bei der Bundesagentur für Arbeit können Stellenanzeigen kostenlos aufgegeben werden.

Somit steht eine andere Gruppe vorne, wenn man ein Ranking nach dem investierten Anzeigenbudget aufstellt: Für Fachkräfte mit Berufsausbildung wurde zwischen dem 31.08. und 13.09. mit über 26,9 Millionen Euro am meisten in Stellenanzeigen investiert. Für diese Hierarchiestufe gibt es ein großes Angebot auf dem Stellenmarkt sowie hohe Ausgaben für Stellenanzeigen.

Dahinter folgen Fachkräfte mit akademischer Ausbildung mit einem Investment von mehr als 20,6 Millionen. Gewerbliche Fachkräfte, für die es aktuell am meisten Jobangebote auf dem Markt gibt, schneiden beim Investment nicht ganz so gut ab – sie belegen im Umsatz-Ranking „nur“ den dritten Platz, mit Ausgaben von rund 14,9 Millionen Euro in zwei Wochen. Überdurchschnittlich viel, in Relation zum Jobangebot, wurde dagegen für die Suche nach Projektleiter*innen (rund 8,4 Mio. Euro) und Abteilungsleiter*innen (rund 6,9 Mio. Euro) ausgegeben.

Ausbildungsstellen wurden ebenfalls mit rund 8,1 Mio. Euro inseriert. Das Anzeigeninvestment liegt hier auch deshalb so hoch, weil kleine und mittelständische Unternehmen derzeit Ausbildungsprämien beantragen können. Durch das Förderprogramm möchte die Bundesregierung die Unternehmen unterstützen, die von der Corona-Krise betroffen sind sowie Ausbildungsmöglichkeiten aufrechterhalten.

Gesamtausgaben für Stellenanzeigen pro Hierarchiestufe

Durchschnittliche Ausgaben pro Stellenangebot

Ebenfalls spannend ist die Betrachtung der durchschnittlichen Ausgaben je Stellenangebot. Mit der Veröffentlichung einer kostenpflichtigen Stellenanzeige in einer Zeitung oder in einem Jobportal kann die Reichweite des Jobangebots erhöht werden – und dementsprechend kann eine vakante Stelle schneller besetzt werden. Dabei hängen die durchschnittlichen Ausgaben pro Stellenanzeige stark von der gesuchten Position ab.

Führungskräfte müssen nicht nur fachliche Kompetenzen und langjährige Erfahrungen mitbringen, sie müssen auch strategische Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen können sowie Führungsqualitäten aufweisen. Diese Schlüsselqualifikationen treffen auf wenige Fachkräfte zu, sodass Führungspositionen schwerer zu besetzen sind und sich somit die Rekrutierung als schwieriger gestaltet. Aus diesem Grund nehmen Unternehmen hier das meiste Geld in die Hand: Durchschnittlich investierten Unternehmen zur Besetzung einer Führungsposition 832 Euro in Stellenanzeigen. In den vergangenen zwei Wochen wurden rund 950 Euro für Bereichsleiter*innen, 870 Euro für Vorstände und knapp 780 Euro für Abteilungsleiter*innen für Stellenanzeigen ausgegeben. Auch wenn Positionen für Führungskräfte auf dem Stellenmarkt nicht allzu häufig inseriert werden, investieren die Unternehmen hier besonders viel in die Mitarbeitersuche. Die 5 Unternehmen, die in den vergangenen beiden Wochen am meisten Stellen in Führungspositionen ausschrieben, finden Sie unten.

Fachkräfte mit akademischer Bildung folgen auf dem vierten Platz mit einem Mittelwert von 740 Euro je Position. Für eine Fachkraft mit Berufsausbildung investierten Unternehmen rund 540 Euro und für eine gewerbliche Fachkraft 380 Euro.

Auszubildende wurden in den vergangenen Wochen noch einmal verstärkt gesucht, denn noch immer haben viele Betriebe für das Ausbildungsjahr 2020 offene Stellen für Nachwuchsfachkräfte. Investiert wurden knapp 460 Euro je Ausbildungsplatz, auch finanziert durch die bereits angesprochenen Ausbildungsprämien. Bei Praktikanten, Studierenden und Schüler*innen reicht es meist bereits aus, ein Stellenangebot auf der Karrierewebsite oder in einem spezifischen Jobportal für Studierende zu veröffentlichen. Durchschnittlich wurden rund 130 Euro ausgegeben.

Durchschnittliche Ausgaben pro Stellenanzeigen

Hinweis: Es wurden nur die Jobangebote betrachtet, die in kostenpflichtigen Print- und Onlinemedien geschaltet wurden.

Die Top 5 Unternehmen, die Führungskräfte suchen

Die Deutsche Bahn AG schrieb zwischen dem 31.08. und 13.09. mit rund 900 Stellen am meisten Positionen für Führungskräfte aus. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz, aber mit einem dennoch großen Angebot, liegt PwC mit knapp 400 Jobs. Amazon veröffentlichte rund 140 Jobangebote in Leitungspositionen und suchte vor allem Bereichsleiter*innen und Teamleads für die Logistik-Abteilung – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die gesamte eCommerce-Branche von den Corona-Beschränkungen profitiert hat.

Trotzdem: Der Handel vor Ort ist auch wieder angelaufen und es wird verstärkt nach Personal gesucht, wie auch Action Deutschland demonstriert. Die Discounter-Kette mit europaweit über 1.500 Filialen hat allein in Deutschland 112 Stellen in leitenden Positionen zu vergeben, insbesondere als (stellvertretende) Filialleitung. Das 2019 neugegründete Beratungsunternehmen Artemis Franchise mit Sitz in Köln inserierte 108 Führungspositionen. Das B2B-Unternehmen berät rund um das Thema Franchise und unterstützt seine Kunden beim Franchiseaufbau.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn AG – 903 Jobs
2. PwC PricewaterhouseCoopers AG – 395 Jobs
3. Amazon EU SARL –  141 Jobs
4. Action Deutschland GmbH – 112 Jobs
5. Artemis Franchise GmbH – 108 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 31.08. bis 13.09.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 17.08. bis 30.08.2020:

Die Verkehrs- und Logistikbranche gehört zu den Corona-Gewinnern – und benötigt jetzt dringend Personal

Jede Krise hat ihre Gewinner. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen sind es die Logistik-Branche und der Online-Handel, die deutlich mehr Aufträge erhalten und ihren Umsatz dadurch steigern konnten.

Welche Berufe mit der Branche zusammenhängen, haben wir uns in diesem Stellenmarkt-Ticker angeschaut. So viel vorweg: Es werden nicht nur Logistik- und Lagerfacharbeiter*innen gesucht, sondern auch Fachkräfte im Projektmanagement und in der IT/Telekommunikation. Gerade IT-Fachkräfte werden verstärkt nachgefragt. Die Top 5 Unternehmen, die aktuell IT-Mitarbeiter*innen suchen, finden Sie unten.

Außerdem: Unsere interaktive Karte zeigt, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen von wie vielen Unternehmen pro Stadt/Landkreis geschaltet wurden.

IT-Fachkräfte in der Verkehr- und Logistikbranche verstärkt nachgefragt

Logistikfirmen und Online-Händler gehören zu den Gewinnern der Corona-Phase. Wie verschiedene Medien berichteten, stieg der Paketumsatz zum Beispiel bei der Post im zweiten Quartal um 28 Prozent; auch UPS erhöhte seinen Umsatz um über 13 Prozent. Und wo es Aufträge gibt, wird auch Personal gebraucht: In den letzten beiden Augustwochen wurden insgesamt 11.636 Stellenangebote von 2.988 Firmen im Bereich Verkehr und Lagerei – eine Branche, die wir in unserem Online-Stellendatenbank index Anzeigendaten abbilden – veröffentlicht. Wir haben analysiert, welche Fachkräfte in der Branche gesucht werden und wer derzeit verstärkt nachgefragt wird.

Die Gewinner: IT-Fachkräfte. In den vergangenen Monaten ist der Arbeitsaufwand in der gesamten Branche stark gestiegen. Die Deutsche Post spricht von einem Paketaufkommen wie an Weihnachten. Logistikprozesse müssen dementsprechend optimiert und weiter digitalisiert werden. Die Branche reagiert und sucht verstärkt nach IT’ler*innen, zum Beispiel Software- und Anwendungsentwickler*innen sowie IT-Prozessmanager*innen. Insgesamt wurden 816 Jobangebote veröffentlicht. Im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr belegten die Jobangebote für IT-Fachkräfte nur den achten Platz; nun belegen sie den sechsten Platz im Top 10 Ranking innerhalb der Logistikbranche.

Routen planen, Waren bestellen, Lieferungen überprüfen, im Lager anpacken, oder ausliefern – typische Aufgaben in der Berufsgruppe Transport, Verkehr, Logistik und Lager. Diese Fachkräfte machen den größten Anteil in der Branche Verkehr und Lagerei aus. Insgesamt 4.641 Jobs wurden ausgeschrieben. Nachgefragt werden lauter spannende Berufsprofile, auf die wir im Anschluss einen Blick werfen werden.
Jobangebote für Technische Fachkräfte und Fachkräfte im Bau und Handwerk werden mit insgesamt knapp 4.000 Stellen am zweithäufigsten veröffentlicht. Ausgeschrieben wurden Inserate für KFZ-Mechatroniker*innen, Betriebselektriker*innen und Produktionshelfer*innen, außerdem werden (Planungs-)Ingenieur*innen gesucht.

Es wurden über 800 Jobangebote im Bereich Organisation und Projektmanagement vergeben, um den steigenden Organisationsaufwand zu bewältigen.
Des Weiteren werden Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen (806 Jobs), im Sekretariatsbereich (720 Jobs) sowie in der Unternehmensführung (585 Jobs) gesucht.

Gefragte Profile in der Berufsgruppe Transport, Verkehr, Logistik, Lager

Innerhalb der Logistikbranche werden die meisten Stellenangebote für Fachkräfte der Berufsgruppe Transport, Verkehr, Logistik und Lager ausgeschrieben. Viele unterschiedliche Berufsprofile, die Hand in Hand zusammenarbeiten, ermöglichen einen reibungslosen Ablauf.

Berufskraftfahrer*innen sind das am häufigsten gesuchte Berufsprofil. Sie sorgen dafür, dass Waren und Pakete zu bestimmten Zielorten gebracht werden. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Wochen mehr als 1.000 Berufskraftfahrer*innen benötigt. Auch Zusteller*innen sind gefragt wie nie: Wer dafür sorgen möchte, dass Briefe und Pakete zuverlässig und schnell an die Empfänger übergeben werden, konnte aus 744 Jobangeboten in Deutschland wählen. Fachkräfte für Lagerlogistik wurden mehr als 340-mal gesucht. Sie sind für die Planung, Steuerung und Lagerung von Waren verantwortlich. Unterstützt werden sie von Lagermitarbeiter*innen (336 Jobs) sowie Gabelstaplerfahrer*innen (119 Jobs) und Verpackungs- und Versandmitarbeiter*innen (80 Jobs).

Für den Personenverkehr wurden 218 Jobs an Lokführer*innen und 119 Jobs an Busfahrer*innen vergeben.

Berufsprofile in der Berufsgruppe Transport, Verkehr, Logistik, Lager

Die Top 5 Unternehmen aus der Verkehr- und Logistikbranche auf der Suche nach IT-Fachkräften

IT-Fachkräfte werden in der Verkehrs- und Logistikbranche händeringend gesucht. Doch welche Unternehmen suchen aktuell die meisten neuen IT-Mitarbeiter?

Die Deutsche Bahn AG ist nicht nur eines der größten Unternehmen Deutschlands, sondern betreibt auch das größte Schienennetz Europas. In den letzten zwei Wochen schrieb die Firma 368 Jobangebote exklusiv für IT-Fachkräfte im Logistikbereich aus. Damit führt sie mit deutlichem Abstand das Ranking der Stellen für Informatiker*innen in der Branche an.
Amazon suchte 31 neue Mitarbeiter*innen für Systemintegration und IT-Support. Auch die Deutsche Post AG intensivierte ihre Jobsuche nach IT-Fachkräften im Vergleich zum Vorjahr. Im Zeitraum vom 17.08.-30.08. wurden von der Post 26 Stellen für diesen spezifischen Bereich veröffentlicht. Den vierten Platz belegt die Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG mit 16 Jobangeboten. Die OHB System AG hat sich auf die Raumfahrt spezialisiert und schrieb 13 Jobangebote für IT-Fachkräfte aus. Gesucht wurden unter anderem Satellite Systems Ingenieure sowie Ingenieure für Informationssicherheit.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn AG – 368 Jobs
2. Amazon EU SARL – 31 Jobs
3. Deutsche Post AG –  26 Jobs
4. Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG – 16 Jobs
5. OHB System AG– 13 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 17.08. bis 30.08.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

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Der index Stellenmarkt-Ticker vom 03.08. bis 16.08.2020

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten liegt ein besonderes Augenmerk darauf, wie sich die Arbeitslosenzahlen entwickeln. Diese Woche gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Zahl der Erwerbstätigkeiten im zweiten Quartal weiter gesunken ist – ein außergewöhnlicher Rückgang, denn normalerweise steigt sie in dieser Zeit stark an.

Dennoch, so zeigen unsere Auswertungen zum Stellenmarkt, benötigen Tausende Unternehmen in Deutschland weiterhin Personal und veröffentlichen dafür Stellenangebote. In dieser Ausgabe des index Stellenmarkt-Tickers stellen wir beide Zahlen einander gegenüber und vergleichen die Arbeitslosenzahlen mit der Anzahl der Jobangebote pro Berufsgruppe. Daraus lassen sich wichtige Schlussfolgerungen in Bezug auf den Fachkräftemangel ableiten.

Wie immer finden Sie auch in diesem Stellenmarkt-Ticker unsere Deutschlandkarte, auf der Sie die Anzahl aller inserierten Stellenanzeigen und ausschreibenden Firmen pro Stadt/Landkreis ablesen können.

Top 10 Berufsgruppen: Jobangebot und Arbeitslosenzahlen im Vergleich

In den letzten Wochen haben wir verstärkt die Berufsgruppen und Branchen betrachtet, in denen die meisten Jobangebote veröffentlicht wurden und welche Trends sich entwickelt haben.

In diesem Stellenmarkt-Ticker liegt der Fokus auf den Top 10 Berufsgruppen mit den meisten ausgeschriebenen Jobs im Juli 2020, die wir mit den von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitslosenzahlen vergleichen. Analysiert wurden dabei Stellenangebote aus 197 Printquellen, 258 Onlinequellen, von rund 42.800 Firmen-Websites und der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Zur besseren Vergleichbarkeit werden, nicht wie üblich, die von index Anzeigendaten definierten Berufsgruppen, sondern die Klassifikation der Berufe der Bundesagentur für Arbeit verwendet.

Im Juli 2020 wurden mehr als 1 Millionen Jobangebote inseriert; im Vergleich zum Vormonat ein Plus von knapp 15 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im Juli 2,9 Millionen und stieg damit im üblichen Umfang zum Juni, lag aber um 27,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch wenn das Kurzarbeitergeld eingeführt wurde und die Wirtschaft jetzt auch immer mehr in Fahrt kommt, konnten coronabedingte Kündigungen in vielen Unternehmen nicht vermieden werden.

Arbeitslosenzahlen und Stellenangebote

Auswertung der Top 10 Berufsgruppen

Medizinische Gesundheitsberufe führen das Top 10 Ranking an – im Juli 2020 wurden mehr als 84.600 Jobangebote in Print und Onlinemedien veröffentlicht. Die Nachfrage nach Fachkräften ist besonders seit Beginn der Corona-Pandemie stark gestiegen, während in anderen Berufsgruppen weniger Jobangebote veröffentlicht wurden. Dass ein Mangel an Fachkräften innerhalb dieser Berufsgruppe besteht, zeigt der Vergleich mit den Arbeitslosenzahlen. Die Anzahl an Arbeitslosen ist im Verhältnis zu den veröffentlichten Jobangeboten um 44 Prozent geringer.

Auch für Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe wurden im Juli mit großem Abstand mehr Jobs inseriert als Arbeitslose in diesem Bereich gemeldet wurden – der Unterschied beträgt hier 17 Prozent.

Ähnlich sieht es zum einen in der Gruppe der technischen Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionssteuerungsberufe aus, zum anderen im Bereich Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung: Auch in diesen beiden Berufsgruppen ist der Personalbedarf stärker als die Anzahl der gemeldeten Arbeitslosen.

In anderen Berufsgruppen ist die Situation wiederum verkehrt herum: Hier übersteigt die Anzahl der Arbeitslosen das Angebot auf dem Stellenmarkt.

Zum Beispiel in den Verkaufsberufen: Das Jobangebot für Verkäufer*innen steigt seit der Wiedereröffnung der Geschäfte Anfang Mai weiter an. Im vergangenen Monat wurden rund 60.000 Verkaufsberufe ausgeschrieben, sodass sie auf dem zweiten Platz im Ranking der am häufigsten ausgeschriebenen Berufsgruppen stehen. Dennoch liegt die Arbeitslosenzahl in Juli 2020 78 Prozent und damit weit über der Anzahl an gesuchten Mitarbeiter*innen.

Eine ähnlich große Diskrepanz herrscht bei den Verkehrs- und Logistikberufe (außer Fahrzeugführung und im Bereich Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Berufe, Theologie.

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 03.08. bis 16.08.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

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Der index Stellenmarkt-Ticker vom 27.07. bis 09.08.2020

Die Baubranche trotzt der Corona-Krise – diese Meldung machte Anfang der Woche Schlagzeilen. Während andere Branchen in Corona-Zeiten vor großen Herausforderungen stehen, erwirtschaftete das Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahr sogar ein Plus von 5,6 Prozent.

Für uns ein Grund, die Branche einmal näher zu betrachten. In diesem Stellenmarkt-Ticker schauen wir uns an, wie hoch das Stellenangebot in der Branche wirklich ist, welche Berufsprofile gesucht werden und welches die Top 5 Unternehmen im Baugewerbe sind, die aktuell die meisten Stellenangebote veröffentlichen.

Außerdem zeigt unsere interaktive Karte, in welchen Landkreisen die Unternehmen am meisten in die Mitarbeitersuche investieren.

Monatlicher Verlauf: So entwickelte sich das Baugewerbe dieses Jahr

Die Baubranche scheint die Corona-Phase gut zu überstehen. Wie das Statistische Bundesamt am Anfang der Woche mitteilte, lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe von Januar bis Mai 2020 um 5,7 Prozent höher als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,7 Prozent. Zum Bauhauptgewerbe zählen alle Unternehmen in Deutschland, die sich mit der Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau) beschäftigen.

Der Stellenmarkt im Baugewerbe – eine Branche, die wir in unserer Online-Datenbank index Anzeigendaten abbilden – zeigt ebenfalls positive Tendenzen. Zu Beginn des Jahres, im Januar, inserierten mehr als 13.400 Firmen über 43.000 Jobangebote. Im Folgemonat wurde der bisherige Höhepunkt der Stellenangebote im Baugewerbe erreicht. Obwohl der Februar der kürzeste Monat von allen ist, wurden fast 46.500 Inseraten von rund 13.500 Firmen geschaltet, das entspricht einem Anstieg von 7 Prozent zum Vormonat.

In den darauffolgenden Monaten nahm die Anzahl der Stellenanzeigen, bedingt durch die Covid19-Pandemie, ein wenig ab, doch im Juni ging es mit über 36.000 Jobangeboten wieder bergauf. Im Juli näherte sich der Stellenmarkt dann fast wieder dem Jahresanfangsniveau mit mehr als 40.000 Stellenangeboten von rund 13.400 Unternehmen. Der Bauboom – und damit auch die Nachfrage nach Fachkräften – ist also auch von der Corona-Krise nicht gestoppt worden.

Jobangebote im Baugewerbe
Firmen im Baugewerbe

Die Top 5 Berufsprofile im Bauwesen

Folgende Fachkräfte werden in der Baubranche besonders stark gesucht: An erster Stelle Bauleiter*innen – für sie wurden in den zwei Wochen zwischen dem 27.07. und 09.08. knapp 830 Stellenangebote veröffentlicht, von insgesamt 470 Unternehmen. Ebenfalls stark nachgefragt werden Bauingenieur*innen mit über 600 Stellen. Auf Platz 3 stehen Maurer*innen mit über 370 Jobangeboten von rund 330 Firmen, darauf folgen Baufacharbeiter*innen mit über 250 Jobangeboten von rund 190 Firmen. Den letzten Platz im Top-5-Ranking belegen Architekt*innen, für die in den letzten beiden Wochen rund 220 Stellen ausgeschrieben wurden.

Top 5 Berufsprofile im Baugewerbe

Die Top 5 Personaldienstleister mit den meisten Stellenausschreibungen

Von den rund 6.500 Unternehmen, die innerhalb vom 27.07. bis 09.08. Stellenanzeigen veröffentlichten, inserierte die Strabag Ag die meisten Angebote. Genau 1.000 vakante Stellen im Baugewerbe schaltete dieses Unternehmen, welches seinen Schwerpunkt im Bau von Verkehrswegen setzt.
Auf dem zweiten Platz folgt das Dienstleistungsunternehmen Piepenbrock Service GmbH + Co. KG mit über 230 Jobangeboten.
Die Siemens AG inserierte rund 150 Jobangebote in den letzten zwei Wochen im Baugewerbe. An vierter Stelle befindet sich die SPIE GmbH, ein Multitechnik-Dienstleister, mit mehr als 100 vakanten Jobs. Ein weiteres Unternehmen, welches fleißig Mitarbeiter*innen im Bereich des Bauwesens suchte, war die Bouygues E&S InTec Management AG mit über 90 zu besetzenden Stellen.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Strabag AG – 1.000 Jobs
2. Piepenbrock Service GmbH + Co. KG – 232 Jobs
3. Siemens AG – 151 Jobs
4. SPIE GmbH – 103 Jobs
5. Bouygues E&S InTec Management AG – 98 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 27.07. bis 09.08.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Der index Stellenmarkt-Ticker vom 20.07. bis 02.08.2020

Steter Tropfen höhlt den Stein – das lässt sich aktuell auch auf den Stellenmarkt übertragen. Im Vergleich zu unserem letzten Update wurden wieder 3,4 Prozent mehr Jobangebote veröffentlicht. Auch zwischen dem 20.07. und 02.08. ist die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen und personalsuchenden Unternehmen also, wie in den Vorwochen, leicht gestiegen. Es sind kleine, aber stete Schritte in Richtung Normalität.

In diesem Stellenmarkt-Ticker werfen wir einen Blick auf die Personaldienstleistungsbranche: Wie viele Jobangebote haben sie in den letzten Wochen veröffentlicht? Und wie viele Personaldienstleister suchen aktuell überhaupt? Darüber hinaus haben wir die 10 Berufsgruppen, in denen Personaldienstleister die meisten Jobs veröffentlichten, analysiert.

Außerdem zeigt unsere interaktive Karte, in welchen Landkreisen die Unternehmen am meisten in die Mitarbeitersuche investieren.

Kalenderwoche 25 bis 31: So entwickelt sich das Stellenangebot der Personaldienstleister

Zwischen dem 20.07. und 02.08. stammen über 41 Prozent aller Angebote auf dem Stellenmarkt von Personaldienstleistern wie Zeitarbeitsfirmen und Personalberatern. In der Kalenderwoche 25 (15.06-21.06.) veröffentlichten mehr als 8.000 Firmen aus der Personaldienstleistung rund 82.800 Stellenangebote. In der darauffolgenden Woche stiegen diese Zahlen auf rund 85.000 Stellenangebote von fast 8.300 Firmen, und dann wurde in der Kalenderwoche 27 (29.06.-05.07.) mit über 103.000 Stellenangeboten der Höhepunkt erreicht. In dieser Woche lag der Stellenmarkt nahezu auf Jahresanfangsniveau.

Zwar gab es daraufhin wieder einen Rückgang, in den Folgewochen zog der Stellenmarkt aber wieder leicht an und erreichte in der Kalenderwoche 31 (27.07.–02.08.) einen Stand von rund 94.000 ausgeschriebenen Stellen. Damit lag das Stellenangebot von Personaldienstleister in der Kalenderwoche 31 ganze 13 Prozent höher als in der Kalenderwoche 25.

Jobangebote von Personaldienstleistern pro Woche

Kalenderwoche 25 bis 31: So entwickelt sich das Stellenangebot der Personaldienstleister

Anfang Juni haben wir bereits analysiert, aus welchen Arbeitsbereichen Personaldienstleister Mitarbeiter*innen suchen. Das Ranking der Top-10-Berufsgruppen hat sich in seiner Reihenfolge nicht verändert: Die meisten Positionen schreiben Personaldienstleister immer noch im Bauwesen und Handwerk aus, gefolgt von den Technischen Berufen. Fachkräfte im Gesundheitswesen und sozialem Bereich werden aufgrund der aktuellen Corona-Lage und Fachkräftemangel immer noch am dritthäufigsten gesucht. Vermutlich wird die Nachfrage nach medizinischem Personal auch in den nächsten Wochen und Monaten noch überdurchschnittlich hoch sein und erst dann zurückgehen, sobald ein Impfstoff gegen Covid-19 gefunden wurde.

Weiterhin stark nachgefragt werden Logistik- und Transport-Mitarbeiter*innen, aber auch Fachkräfte im Vertrieb/Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen sowie in der IT. Auf den letzten 3 Plätzen im Top-10-Ranking liegen die Berufsgruppen Sekretariat/Office Management, Organisation/Projektmanagement sowie die Forschung und Entwicklung.

Die Reihenfolge der Top 10 Berufsgruppen der Personaldienstleister hat sich vielleicht nicht verändert, wohl aber die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen und suchenden Unternehmen. Über alle Berufsgruppen hinweg veröffentlichten Personaldienstleister mehr Stellenangebote: Im Bauwesen und Handwerk stieg das Jobangebot von Personaldienstleistern sogar um 35 Prozent auf über 55.000 Stellen, bei den Technischen Berufen um 27 Prozent auf rund 42.000. In diesen beiden Berufsgruppen schrieben 12 bzw. 10 Prozent mehr Unternehmen Stellen aus. Am stärksten stieg die Anzahl der ausschreibenden Personaldienstleister aber bei den beiden Berufsgruppen Forschung/Entwicklung (um 15 Prozent) und Transport, Verkehr, Logistik, Lager (um 14 Prozent). In diesen Bereichen sind also deutlich mehr Personaldienstleister auf Mitarbeitersuche.

Jobangebote der Personaldienstleister nach Berufsgruppen

Die Top 5 Personaldienstleister mit den meisten Stellenausschreibungen

Von den über 10.200 Personaldienstleistungsunternehmen, die innerhalb vom 20.07. bis 02.08. Stellenanzeigen veröffentlichten, inserierte die Medwing GmbH die meisten Angebote. Über 4.200 vakante Stellen schaltete dieses Unternehmen, welches seinen Schwerpunkt in der Gesundheits- und Sozialbranche setzt.
An zweiter Stelle befindet sich SCORE Personal e.K. mit rund 3.700 Jobangeboten, ebenfalls im Gesundheitswesen, gefolgt von Hays mit über 1.900 Stellen.
Die ARWA Personaldienstleistungen GmbH suchte fast 1.500 neue Mitarbeiter*innen. Ein weiteres Unternehmen, welches sich auf das Gesundheitswesen, aber auch Transportwesen sowie technische Bereiche spezialisiert hat, ist die FNS Personal und Informationssysteme GmbH. Diese Firma schrieb mehr als 1.300 Stellen aus.

Die Top 5 Personaldienstleister:

1. Medwing GmbH – 4.282 Jobs
2. SCORE Personal e.K. – 3.681 Jobs
3. Hays Holding GmbH / Hays AG – 1.931 Jobs
4. ARWA Personaldienstleistungen GmbH – 1.446 Jobs
5. FNS Personal und Informationssysteme GmbH – 1.351 Jobs

Wo wird aktuell in die Mitarbeitersuche investiert?

Stellenmarkt vom 20.07. bis 02.08.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Weitere Stellenmarkt-Analysen

Aktuell finden Sie an dieser Stelle jede Woche ein Update zur Stellenmarkt-Entwicklung. Wenn Sie an detaillierteren Stellenmarkt-Analysen interessiert sind, zum Beispiel von bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen oder Branchen, können Sie diese bei unserer Marktforschungsabteilung beauftragen.

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