Stellenangebot pro Bundesland
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Stellenmarkt-Ticker
vom 14.09. bis 27.09.2020

Kategorien: Stellenmarkt | 01. Oktober 2020

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Bundesländer und Städte im Detail: Wie sich der Stellenmarkt seit März entwickelt hat

Kaum zu glauben, dass wir schon das vierte und damit das letzte Quartal des Jahres 2020 erreicht haben. Das haben wir uns als Anlass genommen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und die Stellenmarkt-Entwicklung in den einzelnen Regionen zu betrachten.

Diese Woche also im Fokus: wie der Stellenmarkt aktuell in den Bundesländern aussieht – aber auch, wie sich das Jobangebot dort seit März entwickelt hat. Zudem blicken wir auf die 20 größten Städte Deutschlands: Wie viele Stellen werden hier derzeit ausgeschrieben und welche Rolle spielen Personaldienstleister dabei?

Und wie immer: Unsere interaktive Deutschlandkarte zeigt, in welchen Städten und Landkreisen von Unternehmen die meisten kostenpflichtigen Stellenanzeigen veröffentlicht werden.

Die Gesamtentwicklung:

Vom 14.09. bis 27.09. schrieben 91.713 Firmen insgesamt 435.588 Stellen aus. Das Bruttoinvestment in Stellenanzeigen betrug über 109,4 Millionen Euro. Eine erfreuliche Entwicklung, denn seit unserem letzten Update hat die Anzahl der veröffentlichten Jobangebote um mehr als 5,6 Prozent zugenommen.

Die Stellenmarkt-Entwicklung
in den Bundesländern

Nach dem coronabedingten Tief im April hat sich der Stellenmarkt in Deutschland wieder erholt und ist nun wieder fast auf dem Niveau von März 2020. Aber wie sieht es eigentlich auf Bundesländer-Ebene aus?

Schaut man sich die Anzahl der veröffentlichten Jobangebote zwischen März und August an, fällt auf: In allen Bundesländern hat das Angebot im April erst einmal stark abgenommen. Aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage haben viele Unternehmen in dieser Zeit erst einmal ein Einstellungsstopp verhängt und keine Stellenausschreibungen veröffentlicht. Einige Betriebe wie Restaurants, Hotels und Geschäfte waren sogar ganz geschlossen.

Ab Mai ging es langsam wieder bergauf. Seitdem ist das Jobangebot in nahezu jedem Bundesland kontinuierlich gestiegen. Nur Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten im Juli einen kleinen Einbruch. Dies könnte vor allem damit zusammenhängen, dass Unternehmen aus den beiden norddeutschen Regionen bereits in den Monaten zuvor personelle Unterstützung für die Sommer- und Ferienzeit gesucht haben und im Juli nicht mehr einen so hohen Bedarf hatten.

Das Fazit: Insgesamt sind alle Bundesländer gut durch die herausfordernden letzten Monate gekommen. In einigen Bundesländern wurden im August sogar deutlich mehr Jobs ausgeschrieben als zu Beginn der Corona-Pandemie im März. Ganz vorne liegen hier Thüringen und Sachsen-Anhalt mit einem Plus von jeweils 13,3 Prozent. Auch in Brandenburg lag das Jobangebot im August um 7,1 Prozent höher als im März, in Rheinland-Pfalz sogar um 9,3 Prozent.

Wie sich der Stellenmarkt in Ihrem Bundesland entwickelt hat, können Sie auf der folgenden Grafik prüfen. Pro Quadrat sind jeweils vier Bundesländer dargestellt, angefangen mit dem größten Angebot oben links (NRW, Bayern, Baden-Württemberg) bis hin zu zum geringsten im Quadrat unten rechts.

Jobangebote zwischen März und August 2020 pro Bundesland

Das Jobangebot in NRW, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen
Das Jobangebot in Hessen, Berlin, Sachsen und Rheinland-Pfalz
Das Jobangebot in Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen-Anhalt
Das Jobangebot in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Saarland

Das Stellenangebot
in den Top 20 Städten

Wie viele Jobangebote werden in den 20 einwohnerstärksten Städten ausgeschrieben?

In Berlin wurden in den vergangenen zwei Wochen rund 29.000 kostenpflichtige und kostenlose Jobangebote veröffentlicht. Obwohl Hamburg fast 400.000 Einwohner mehr als München hat, liegt die bayrische Landeshauptstadt mit mehr als 17.000 Stellen im Jobangebotsranking vor der Hansestadt. Frankfurt am Main folgt auf dem vierten Platz mit 10.000 Jobs. Auf dem 10. Platz liegt Nürnberg mit 5.384 Jobs und Wuppertal belegt den 20. Platz mit 1.480 Jobs.

In Bochum wurden 2.478 neue Mitarbeiter gesucht. 55 Prozent dieser Jobangebote wurden von Personaldienstleistern veröffentlicht. Dies entspricht dem höchsten Anteil aller Top 20 Städte. Auch in Dortmund und Duisburg sowie Leipzig und Dresden schrieben Personalvermittler mehr als die Hälfte aller Stellen in dieser Stadt aus. Ein Hinweis darauf, dass der Fachkräftemangel in diesen Regionen besonders groß ist und die Unternehmen deshalb auf Unterstützung bei der Personalsuche angewiesen sind.

In der Hauptstadt wurden 46 Prozent aller Jobangebote von Vermittlern inseriert, in Hannover waren es 41 Prozent – dies entspricht ebenfalls dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Hamburg folgt knapp dahinter mit 39 Prozent Personalvermittler-Stellen. Bezogen auf die Top 20 Städte wurden in Münster und Bonn die wenigsten Jobangebote von Personalvermittlern ausgeschrieben. Der Anteil beträgt hier nur rund 34 Prozent.

Auf der Karte können Sie sich einen Überblick verschaffen, wie viele Jobangebote in den Städten zwischen dem 14.09. und 27.09. veröffentlicht wurden. Die Einfärbung zeigt an, wie hoch der Anteil der Stellen ist, die von Personalvermittlern veröffentlicht wurden.

Jobangebote in den Top 20 Städten Deutschlands

Wo wird aktuell
in die Mitarbeiter-
suche investiert?

Stellenmarkt vom 14.09. bis 27.09.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Interesse an weiteren
Daten zum Stellenmarkt?

Sie möchten noch genauer wissen, wie sich der Stellenmarkt aktuell entwickelt und was sich zum Beispiel in bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen und Branchen tut?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Evgeniya KozachenkoEvgeniya Kozachenko
Senior Analyst / Teamleitung Marktforschung

e.kozachenko@index.de

+49 30 390 88 – 403

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