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Stellenmarkt-Ticker
vom 30.03. bis 12.04.2020

Kategorien: Stellenmarkt | Personaldienstleistung | 16. April 2020

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Trotz sonnigem Wetter haben wir dieses Jahr ein etwas anderes Osterfest im kleinen Kreis verbracht: Seit bereits vier Wochen gelten nun in Deutschland die Kontaktbeschränkungen und die Lage der Wirtschaft spitzt sich weiter zu. Auch der Stellenmarkt ist vom 30.03. bis 12.04.2020 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dennoch: Es werden noch immer Stellenanzeigen geschaltet und Geld dafür ausgeben. Daneben zeigt Ihnen unsere aktualisierte Deutschlandkarte, in welchen Städten und Landkreisen am meisten kostenpflichtige Stellenanzeigen veröffentlicht werden.

Die Gesamt-
entwicklung: -47,3 %

Zwischen dem 30.03. bis 12.04.2020 wurden 309.646 Jobangebote in Deutschland veröffentlicht. Das waren 47,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

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In den letzten Wochen haben wir in einer Branchen- und eine Berufsgruppenübersicht gezeigt, wo Unterstützung benötigt wird und wer derzeit verstärkt gesucht wird. Auch in den Hierarchieebenen zeichnet sich ein klares Bild ab, welche Fachkräfte während der Corona-Krise weiterhin gesucht werden. Für Bereichs- und Hauptabteilungsleiter werden zum Beispiel nur sechs Prozent weniger Stellenanzeigen ausgeschrieben. Auch Vorstände und Geschäftsführer werden im Vergleich zum Vorjahr nur knapp ein Drittel weniger gesucht. Ebenso bei den Fachkräften mit Berufsausbildung und speziellen Qualifikationen ist der Rückgang nicht ganz so stark im Vergleich zum Durchschnitt. Auch bei Stellen für Auszubildende ist der Rückgang geringer.

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Ausgabenranking der Berufsgruppen

Die Grafik zeigt, dass die Unternehmen trotz der Krise weiterhin Geld in die Hand nehmen und in kostenpflichtige Stellenanzeigen investieren, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Bei dieser Darstellung wurden keine Stellenanzeigen von Personaldienstleistern und Zeitarbeitsfirmen, sondern ausschließlich die personalsuchenden Unternehmen betrachtet. Mit knapp 10 Mio. Euro wurde der größte Betrag für die Suche nach Fachkräften im technischen Bereich ausgegeben. Es folgt die Berufsgruppe Gesundheit, Medizin und Soziales mit rund 8 Mio. Euro, wobei bereits viele Jobbörsen Unternehmen in systemrelevanten Bereichen unterstützen und die Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen. Auch IT-Spezialisten sind trotz Home-Office weiterhin gefragt und es wurden über 7,4 Mio. Euro für Stellenanzeigen ausgegeben. Im Hotel und Gastgewerbe sind allerdings zurzeit deutlich weniger Jobs zu vergeben und die Ausgaben sind über 65 Prozent gesunken.

Welcher Content kommt auf Instagram gut an?

Bei der Frage, was man postet, behält man bestenfalls den Instagram-Algorithmus im Hinterkopf. Vor kurzem gab es zum Beispiel ein Update und seitdem haben Stories eine viel höhere Reichweite als Beiträge! Wegen der zunehmenden Nutzerzahlen auf Instagram gewinnen auch Paid Ads immer mehr an Bedeutung. Deshalb muss man immer auf dem Laufenden bleiben, was Erneuerungen und Veränderungen angeht. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass Business-Accounts viel mehr Know-how erfordern und Pflegeaufwand bedeuten als private Channels. Was nämlich auch wichtig ist: Regelmäßigkeit! Man kann den Account nicht ein paar Wochen ruhen lassen. Social Media funktioniert wie SEO, man muss die Kanäle durchgehend betreuen, sonst nimmt die Reichweite so sehr ab, dass sich der Kanal am Ende totläuft.
Was auf Instagram derzeit am besten ankommt ist Video-Content, hier beobachte ich die höchsten Reichweiten. Daneben sind auch Insights aus dem Arbeitsalltag der Firmen beliebt und die gute Nachricht ist, dass man diesen sehr leicht selbst erstellen kann. Zudem kann man die Zahl der Follower boosten, wenn man bei Hashtag-Trends und Challeges mitmacht. Ob man dann aber wirklich an #myjanuaryisyellow, der 10-Years-Challenge oder sogar Ice-Bucket-Challenge teilnimmt, sei jedem selbst überlassen.

Man kann Stockmaterial schon verwenden, nur muss dann der Bezug zum Unternehmen hergestellt werden. Neulich habe ich auf einem Business-Account ein Stockfoto von einem Baum gesehen, auf dem zusätzlich „Hallo Herbst“ stand. Es ist schon ok, saisonale Veränderungen mit in den Feed aufzunehmen, aber dann auch bitte ein bisschen kreativ sein. Wenn es wenigstens ein Bild aus dem eigenen Büro wäre, wenn’s sein muss auch mit einer Duftkerze, ok. Aber bei diesem Post habe ich mich einfach nur gefragt: Warum? So ein Beitrag wird keinen einzigen Bewerber überzeugen.

“Instagram ist eines der demokratischsten sozialen Medien”

Neben den Bild-Content reizt mich an der Plattform auch eines: Instagram ist eines der demokratischsten sozialen Medien, denn hier kann man noch (!) durch organische Posts, also keine bezahlten Anzeigen, viel Aufmerksamkeit erlangen. Deshalb ist der Kanal eine tolle Möglichkeit, eigenen, kreativen Content zu kreieren und Networking zu betreiben. Wenn Unternehmen ein paar Sachen beachten, können sie auf den sozialen Kanälen wichtige Leads generieren und sich richtig gut als Arbeitgeber präsentieren.

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BILDQUELLEN Teaser-Bild: index GmbH; Headerbild: Elsa Noblet  unsplash.com/ ADK-photography; Video: index GmbH