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Stellenmarkt-Ticker
vom 22.06. bis 05.07.2020

Kategorien: Stellenmarkt | 09. Juli 2020

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Der Stellenmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vergleich

Nachdem das Stellenangebot im März stark abgenommen hat, erholt sich der Markt immer mehr. Es geht immer mehr in Richtung Normalität – sogar so sehr, dass der Jobmarkt in einigen Bundesländern schon wieder auf Vorjahresniveau ist. Wie die Bundesländer abschneiden, lesen Sie in diesem Stellenmarkt-Ticker.

Daneben blicken wir aber auch auf Österreich und die Schweiz und schauen, wie sich der Stellenmarkt in diesen beiden Ländern im Vergleich zu Deutschland entwickelt hat. Die unterschiedlichen Corona-Maßnahmen haben die einzelnen Länder unterschiedlich stark beeinflusst ­– in der Schweiz sank das Stellenangebot am wenigsten, in Österreich am meisten.

Zudem können Sie auf unserer interaktiven Deutschlandkarte mitverfolgen, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen in den einzelnen Städten und Landkreisen geschaltet wurden.

Die Gesamtentwicklung:

Vom 22.06. bis 05.07. schrieben 96.678 Firmen insgesamt 454.156 Stellen aus. Investiert wurden über 103,7 Millionen Euro in Stellenanzeigen – seit Beginn der Corona-Phase ein neuer Rekordwert. Im Vergleich zu unserem letzten Updaten wurden nicht nur 16,3 Prozent mehr Jobangebote veröffentlicht, es inserierten auch 8,8 Prozent mehr Unternehmen und der Anzeigenumsatz ist um 11,2 Prozent gestiegen.

Bundesländervergleich:
Länder im Osten Deutschlands
fast schon wieder auf Vorjahresniveau

Obwohl bereits in einigen Bundesländern die Ferien begonnen und somit auch viele Personalverantwortliche ihren Urlaub angetreten haben, wurden in den letzten zwei Wochen wieder deutlich mehr Jobangebote in allen Bundesländern veröffentlicht.

Absolut gesehen wurden in den einwohnerstärksten Bundesländern die meisten Jobs inseriert: In Nordrhein-Westfalen wurden 84.346 Stellen und in Bayern 82.475 Stellen ausgeschrieben. Die Anzahl der ausschreibenden Firmen war jedoch in Bayern (21.667 Firmen) etwas höher als in Nordrhein-Westfalen (20.341 Firmen). An dritter Stelle folgt Baden-Württemberg mit rund 66.000 Stellen von 16.371 ausschreibenden Unternehmen. In Berlin wurden fast 30.000 Jobangebote von 7.147 Firmen veröffentlicht und in Hamburg 16.006 Jobs von 4.873 Firmen sowie in Bremen 4.818 von 1.541 Firmen. Im Saarland gab es die wenigsten Ausschreibungen, denn es wurden insgesamt 3.308 Jobs von 1.329 Unternehmen vergeben.

Besonders spannend sind die Entwicklungen zum Vorjahr – hier sind deutliche regionale Unterschiede zu erkennen. Sachsen-Anhalt und Brandenburg erreichten im Zeitraum von 22.06. bis 05.07. zum ersten Mal wieder das Vorjahresniveau. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bei nur rund fünf Prozent. In diesen Bundesländern sind die Fallzahlen an Corona-Infizierten am geringsten und auch die Kontaktbeschränkungen sind bis auf den Mindestabstand, weitgehend aufgehoben.

Stellenmarkt in den Bundesländern

Ein Blick auf unsere Nachbarn:
DACH im Vergleich

Wie hat sich der Jobmarkt in Österreich und in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland entwickelt? Die Grafik zeigt den wöchentlichen Verlauf mithilfe von Index-Werten, um die drei Länder miteinander vergleichen zu können. Der Basiswert 100 wurde in Kalenderwoche 9 (letzte Februarwoche) festgelegt, am Anfang der Corona-Pandemie. Die Indizes zeigen die prozentuale Entwicklung im weiteren zeitlichen Verlauf.

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In allen drei Ländern hat das Jobangebot zuerst stark abgenommen, ist im Laufe der Wochen aber immer weiter angestiegen. In der Kalenderwoche 16 – der Woche vom 13.04. bis 19.04., in die auch der Ostermontag fiel – wurden in allen drei Ländern am wenigsten Stellenangebote veröffentlicht. Der österreichische Stellenmarkt hatte sich zu diesem Zeitpunkt sogar halbiert. Umso erfreulicher, dass die Stellenmärkte aller drei Länder nun Anfang Juli fast schon wieder das Ausgangsniveau aus der Kalenderwoche 9 erreicht haben.

Im DACH-Vergleich schneidet die Schweiz am besten ab: Hier sank das Jobangebot am wenigsten und lag in der Kalenderwoche 26 sogar leicht über dem Ausgangswert von Ende Februar. Die größten Einbußen musste Österreich verzeichnen, was vermutlich damit zusammenhängt, dass hier aufgrund der Fallzahlen die schärfsten Corona-Maßnahmen beschlossen wurden. Mitte März verhängte die Bundesregierung eine landesweite Ausgangssperre, was das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand brachte. Dagegen fielen die Maßnahmen in der Schweiz und Deutschland deutlich milder aus und Geschäfte durften zum Beispiel bereits ab Ende April wieder öffnen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Covid-19-Fälle nicht weiter stark ansteigt und sich der Stellenmarkt weiter so positiv entwickelt, wie er es jetzt tut.

Wo wird aktuell
in die Mitarbeiter-
suche investiert?

Stellenmarkt vom 22.06. bis 05.07.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden in den Metropolregionen geschaltet, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

Weitere Stellenmarkt-Analysen

Aktuell finden Sie in unserem Mag jede Woche ein Update zur Stellenmarkt-Entwicklung. Wenn Sie an detaillierteren Stellenmarkt-Analysen interessiert sind, zum Beispiel von bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen oder Branchen, können Sie diese bei unserer Marktforschungsabteilung beauftragen.

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