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Der index
Stellenmarkt-Ticker
vom 23.11. bis 06.12.2020

Kategorien: Stellenmarkt | 10. Dezember 2020

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Anzeigenumsätze entwickeln sich zum Jahresende positiv

Mit schnellen Schritten nähern wir uns dem Jahresende. Der Stellenmarkt ist aber noch nicht im Ferienmodus, ganz im Gegenteil: Es wird immer noch reichlich in die Schaltung von Stellenanzeigen investiert. Genau dieses Investment schauen wir uns im letzten Stellenmarkt-Ticker für dieses Jahr im Detail an, denn: An den Anzeigenumsätzen lässt sich gut erkennen, wie das Recruiting voranschreitet – aber auch, wie es den Unternehmen wirtschaftlich geht.

Besonders für die Gewinnung von Fachkräften im Bauwesen und Handwerk wurde mehr investiert als im Vorjahr. Welche Berufsprofile nachgefragt werden und welches die Top 5 Unternehmen sind, die hier am meisten Stellen ausschreiben, lesen Sie unten.

Außerdem spannend für Ihre Akquise: Unsere interaktive Karte zeigt, wie viele Unternehmen wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen in den einzelnen Stadt- und Landkreisen schalten.

Die Gesamtentwicklung:

Vom 23.11. bis 06.12. schrieben 85.353 Firmen insgesamt 395.157 Stellen aus. Das Bruttoinvestment in Stellenanzeigen betrug über 108,2 Millionen Euro.

Nicht nur die ausgeschriebenen Positionen bilden den Personalbedarf eines Unternehmens ab. Auch das investierte Budget in Stellenanzeigen ist ein Indikator dafür, wie dringend neue Mitarbeiter*innen benötigt werden. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je schneller eine Stelle besetzt werden soll, desto mehr wird auch für Stellenanzeigen ausgegeben. Und desto eher sind Firmen auch bereit, Unterstützung bei der Stellenbesetzung anzunehmen, zum Beispiel von Personaldienstleistern, Online-Jobbörsen oder Schaltagenturen.

Unsere Studie zum Fachkräftemangel in Deutschland 2020

Erfahren Sie, wie sich die Corona-Pandemie auf das Jobangebot und den Fachkräftemangel ausgewirkt hat.

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Anzeigenumsätze steigen
– trotz Lockdown light

Die Corona-Pandemie und damit zusammenhängenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich dieses Jahr auf den Stellenmarkt in ganz Europa ausgewirkt. Nach dem recht ruhigen Sommer steigen die Fallzahlen seit Oktober wieder. Das Investment in Stellenanzeigen hat dies jedoch nicht beeinflusst: Seit der ersten Oktoberwoche (KW 40) entwickelt sich das Anzeigenbudget positiv. Mit rund 55,3 Millionen Euro erreichte der Anzeigenumsatz, innerhalb des analysierten Zeitraums, in der ersten Novemberwoche (KW 45) seinen Höchststand. Auch zwischen dem 30.11. und 06.12. wurden noch knapp 54,2 Millionen Euro investiert.

Der Personalbedarf ist da und die Unternehmen nehmen auch weiterhin Geld in die Hand, um offene Stellen möglichst schnell zu besetzen. Der „Lockdown light“ umfasst keine so starken Beschränkungen wie im Frühjahr, sodass die meisten Unternehmen ihr Geschäft und auch das Recruiting weiterführen können. Gleichzeitig könnten die gestiegenen Anzeigenumsätze auch damit zusammenhängen, dass Firmen ihr Recruiting-Budget für 2020 aufbrauchen möchten bzw. müssen.

Verlauf des Anzeigenumsatzes

Gerade für Personaldienstleister sind dies gute Nachrichten. index-Geschäftsführer und Vertriebsexperte Oliver Saul kommentiert die Zahlen so:

„Das Jahr ist noch nicht gelaufen! Ich empfehle allen Personaldienstleistern dringend, jetzt noch einmal Gas zu geben. Andere Firmen gehen vielleicht schon in die Weihnachtsferien. Dadurch haben Sie weniger Konkurrenz und besonders gute Karten, gerade bei potenziellen Neukunden.“

Wie Personaldienstleister index Anzeigendaten konkret für die Neukundengewinnung und den Profilvertrieb einsetzen, zeigen wir Ihnen seit neuestem in unseren Webinaren. Die Vertriebstrainings eignen sich aber auch für alle, die noch nicht mit index Anzeigendaten arbeiten. Melden Sie sich gerne an, die Teilnahme ist kostenlos!

15 % Plus im Handwerk:
diese Berufsprofile sind gefragt

In einer der von index Anzeigendaten analysierten Berufsgruppen stieg das investierte Budget in Stellenanzeigen besonders deutlich: Um Fachkräfte im Bauwesen, Handwerk und Umwelt zu rekrutieren, gaben Unternehmen zwischen dem 23.11. und 06.12. über 11,7 Millionen Euro für Stellenanzeigen aus und damit 9,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon bezogen sich 7,1 Millionen nur auf den Bereich Handwerk, das sind sogar 14,6 Prozent mehr als 2019.

Wer wird im Handwerk genau gesucht? Angeführt wird die Liste von Elektroniker*innen mit fast 7.000 ausgeschriebenen Positionen zwischen dem 23.11. und 06.12. Allein hier lag das Anzeigen-Investment bei erstaunlichen 1,45 Millionen Euro. Darauf folgen Maschinen- und Anlagenführer*innen mit knapp 3.000 Jobangeboten von rund 1.900 Firmen und Maler*innen/Lackierer*innen (etwa 2.700 Jobangebote von 1.600 Firmen). Industriemechaniker*innen wurden innerhalb der letzten beiden Wochen ebenfalls von rund 1.600 Unternehmen gesucht. Auch Mechatroniker*innen waren gefragt: Ihnen standen knapp 1.900 Jobangebote zur Verfügung, investiert wurden dafür rund 424.000 Euro.

Die Top 5 Unternehmen
auf der Suche nach Handwerker*innen

Bei den Unternehmen, die Stellen im Bereich Handwerk ausschreiben, steht die Deutsche Bahn AG mit 432 Positionen ganz vorne. An zweiter Stelle steht der Immobilienkonzern Vonovia mit 208 Jobangeboten. Gesucht wurden zum Beispiel Tischler*innen, Fliesenleger*innen und Heizungsbauer*innen, um Wohnungen und Häuser zu renovieren. Fielmann war mit 131 ausgeschrieben Stellen vor allem auf der Suche nach Augenoptiker*innen und Hörakustiker*innen. A.T.U und Pneuhage Reifendienste inserierten insbesondere Stellen für Kfz-Mechaniker*innen.

Die Top 5 Unternehmen:

1. Deutsche Bahn – 432 Jobs
2. Vonovia SE – 208 Jobs
3. Fielmann AG – 131 Jobs
4. A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG – 95 Jobs
5. Pneuhage Reifendienste GmbH – 91 Jobs

Wo wird aktuell
in die Mitarbeiter-
suche investiert?

Stellenmarkt vom 23.11. bis 06.12.2020 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Besonders viele Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in den Metropolregionen veröffentlicht, neben Berlin, Hamburg und Hannover zum Beispiel auch im Rhein-Neckar- und Main-Taunus-Kreis.
Die Jobbörse Indeed wurde nicht betrachtet.

Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten.

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Sie möchten noch genauer wissen, wie sich der Stellenmarkt aktuell entwickelt und was sich zum Beispiel in bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen und Branchen tut?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Evgeniya KozachenkoEvgeniya Kozachenko
Senior Analyst / Teamleitung Marktforschung

e.kozachenko@index.de

+49 30 390 88 – 403

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