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Stellenmarkt-Ticker
vom 11.01. bis 24.01.2021

Kategorien: Stellenmarkt | 28. Januar 2021

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10 Prozent mehr Unternehmen auf Personalsuche als im Dezember

Traditionell sind besonders im Januar die Menschen auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und stecken sich neue berufliche Ziele. Auch auf Unternehmensseite wird verstärkt in die Personalsuche investiert.

Aus diesem Grund werden wir in diesem Stellenmarkt-Ticker einen Blick auf die Entwicklung der Stellenangebote der letzten Wochen werfen. Ist trotz verschärftem Lockdown die Nachfrage nach Fachkräften wie in den vergangenen Jahren zum Jahresbeginn gestiegen?
Außerdem haben wir die Top 5 Branchen analysiert: Wo ist der Bedarf am größten und wo wird am meisten in die Personalsuche investiert?
Zudem können Sie an unserer interaktiven Karte ablesen, wie viele kostenpflichtige Stellenanzeigen in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis in den letzten beiden Wochen geschaltet wurden.

Die Gesamtentwicklung:

Vom 11.01. bis 24.01.2021 schrieben 104.568 Firmen insgesamt 476.701 Stellen aus. Das Bruttoinvestment in Stellenanzeigen betrug über 119,9 Millionen Euro.

Unsere Studie zum Fachkräftemangel in Deutschland 2020

Erfahren Sie, wie sich die Corona-Pandemie auf das Jobangebot und den Fachkräftemangel ausgewirkt hat.

Zur Studie

Infektionszahlen sinken –
Jobangebote steigen leicht

Wie haben sich die Jobangebote vor und nach den Feiertagen entwickelt?

Seit November befinden wir uns in einem erneuten Lockdown, der Mitte Dezember nochmals deutlich verschärft wurde. Dennoch ist das Jobangebot nicht so stark eingebrochen wie im April 2020. Aktuell werden durchschnittlich über 200.000 Jobs pro Woche inseriert.

In der Kalenderwoche 51 (14.12.–20.12.2020) wurden die meisten Jobangebote im Dezember veröffentlicht. Fast 60.000 Unternehmen waren auf der Suche nach rund 238.000 Mitarbeiter*innen und investierten mehr als 62 Millionen Euro in die Personalsuche. Durch Weihnachten und Silvester wurde es traditionell etwas ruhiger auf dem Stellenmarkt. Dennoch schalten Firmen auch über die Feiertage Stellenanzeigen. In der 52. Woche wurden immerhin noch 144.693 Stellen inseriert, etwas mehr als eine Woche später.

Seit Beginn des Jahres steigt die Anzahl der Stelleninserate wieder an. Vom 11. bis zum 17. Januar wurden fast 250.000 Jobangebote veröffentlicht, das sind rund vier Prozent mehr als in der stärksten Dezemberwoche. Bei der Anzahl der ausschreibenden Unternehmen ist der Anstieg noch deutlicher: Fast zehn Prozent mehr Firmen als in der stärksten Dezemberwoche waren auf der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen – und das trotz stärkeren Einschränkungen.
In der letzten Woche wurden wieder etwas weniger Stellen ausgeschrieben, dafür stieg der Umsatz der kostenpflichtigen Anzeigen. Die Unternehmen investierten mehr als 60,6 Millionen Euro und somit drei Prozent mehr als in der zweiten Jahreswoche.

Insgesamt ist ein starker Anstieg der Jobangebote in diesem Jahr ausgeblieben. Dennoch zeigt sich ein erster positiver Trend für 2021 und es sind wieder mehr Unternehmen auf der Suche. Es bleibt spannend, wie sich die Jobangebote in den kommenden Wochen entwickeln werden.

Jobangebote
Umsatz

Handel
ist Sieger im Branchenranking

Werfen wir nun einen Blick auf die Branchen. Wo werden gerade die meisten neuen Mitarbeiter*innen gesucht?

Trotz Lockdown sucht die Handelsbranche derzeit die meisten neuen Mitarbeiter*innen. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Wochen knapp 52.000 Jobangebote veröffentlicht, davon am meisten von der Rossmann GmbH, Rewe Group und Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG. Es wurden vor allem Verkäufer*innen gesucht, aber auch Bürofachkräfte im kaufmännischen Bereich, IT’ler, Monteure und Elektroniker. Auch Reinigungskräfte sind in der Branche gefragt.
Noch vor einem Jahr führte die Industrie dieses Ranking an, die sich nun hinter der Handelsbranche mit knapp 49.000 Jobangeboten auf dem zweiten Platz befindet. Es suchten vor allem die BWM Group, die Daimler AG und Siemens AG.

Im  Gesundheits- und Sozialwesen werden im Kampf gegen Corona nach wie vor händeringend Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegepersonal gesucht – die Nachfrage ist hier sogar stärker als noch vor einem Jahr. Gesucht wurden in den vergangenen zwei Wochen rund 44.000 Fachkräfte. Gefragt sind ebenfalls Mitarbeiter*innen, die den Betrieb in Krankenhäusern und Arztpraxen aufrechterhalten und natürlich pädagogische Fachkräfte im Sozialbereich.
Die Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie Information und Kommunikation belegen den vierten und fünften Platz im Ranking der meisten Jobangebote.

Jobs

Betrachtet man das Ranking nicht nach der Anzahl der Jobangebote, sondern nach der Anzahl der ausschreibenden Unternehmen, weicht das Branchenranking leicht ab. Die drei Branchen Handel, Industrie und Gesundheits- und Sozialwesen liefern sich ein Kopf an Kopf-Rennen.
Auf dem ersten Platz liegt das Gesundheits- und Sozialwesen. Das bedeutet, dass viele verschiedene Unternehmen und Einrichtungen eine verstärkte Nachfrage haben. Durchschnittlich ist ein Unternehmen auf der Suche nach drei neuen Mitarbeiter*innen.
Dicht dahinter liegt das verarbeitende Gewerbe. Insgesamt 14.63 Unternehmen in der Industrie waren auf der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen. Den dritten Platz belegt die Handelsbranche.
Die Baubranche taucht nicht unter den Top-Schaltern nach Anteil der Stellenangebote auf, dafür belegt die Branche den fünften Platz im Unternehmensranking.

Und welche Branche gibt das meiste Geld für die Besetzung von offenen Positionen aus?
Allen voran belegt hier die Industrie den ersten Platz. In den vergangenen zwei Wochen investierten die Unternehmen fast 18 Millionen Euro in Stellenanzeigen. Die Handelsbranche belegt den zweiten Platz mit fast 15 Millionen Euro.
Obwohl Im Gesundheits- und Sozialwesen die meisten Unternehmen auf Mitarbeitersuche sind, wurde mit 10 Millionen Euro deutlich weniger in die Personalsuche investiert als in der Industrie- und Handelsbranche. Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und offene Positionen zu besetzen, reicht jedoch nur eine Erhöhung des Beschaffungsbudgets nicht aus.

Wo wird aktuell
in die Mitarbeiter-
suche investiert?

Stellenmarkt vom 11.01. bis 24.01.2021 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Bewegen Sie die Maus über den Landkreis und Ihnen wird angezeigt, wie viele Firmen wie viele Stellenanzeigen kostenpflichtig inserierten. Im Vergleich zum letzten Stellenmarkt-Ticker ist die Karte wieder deutlich pinker.

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Stellenmarkt vom 11.01. bis 24.01.2021 nach Stadt- und Landkreisen

Wer kostenpflichtige Stellenanzeigen schaltet, hat besonders hohen Personalbedarf und ist auch bereit, in die Personalgewinnung zu investieren. Im Vergleich zum letzten Stellenmarkt-Ticker ist die Karte wieder deutlich pinker.

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Daten zum Stellenmarkt?

Sie möchten noch genauer wissen, wie sich der Stellenmarkt aktuell entwickelt und was sich zum Beispiel in bestimmten Regionen, Arbeitsbereichen und Branchen tut?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Evgeniya KozachenkoEvgeniya Kozachenko
Senior Analyst / Teamleitung Marktforschung

e.kozachenko@index.de

+49 30 390 88 – 403

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BILDQUELLEN Headerbild und Beitragsbild: Pexels.com, Tima Miroshnichenko